Frau auf offener Straße in Harlaching erstochen - Täter sieht sie verbluten

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Mit strammen Wadeln zum Finale

- Ein ehrgeiziges Vorhaben rollt am Freitagabend beim Sommerfest der LMU am Geschwister-Scholl-Platz an. Die Sportstudenten Christian Eckart und Guido Baur und Medizin-Student Tobias Reicherzer wollen mit dem Fahrrad in 24 Stunden über Bayreuth, Leipzig und Potsdam nach Berlin zum Finale der Fußball-WM fahren.

Wie sind Sie auf diese verrückte Idee gekommen?

Christian Eckart: Tobias und ich sind Mountainbike-Rennfahrer. Beim Training fährt man oft stundenlang auf der Straße nebeneinander her und redet über dies und das. Schon 2003 kamen wir dabei auf die Idee einer 24-Stunden-Fahrt. Noch im gleichen Jahr sind wir in einer Nacht- und Nebelaktion zu sechst in 20 Stunden nach Venedig gefahren. Die Tour jetzt ist wesentlich größer. Guido ist im Hochschulsport-Verband "adh" aktiv. Er hat Sponsoren organisiert und unsere Fahrt in andere Events integriert. Sie ist Teil der Aktion "München radelt", Schirmherr ist der Zentrale Hochschulsport München. Außerdem starten wir ja hier beim Uni-Fest und kommen beim Uni-Fest in Berlin an.

Sie wollen 620 Kilometer in 24 Stunden zurücklegen. Ist das zu schaffen?

Christian Eckart: Wir müssen einen Schnitt von 27 bis 30 Kilometer pro Stunde fahren. Das ist eigentlich ein ganz gemütliches Tempo, wo man sich nebenher unterhalten kann. Aber wir sind natürlich keine Profis, das wird schon ein Abenteuer.

Fahren Sie ohne Pause?

Christian Eckart: Nein, zwei bis drei Stopps machen wir. In Leipzig zum Beispiel wartet an der Uni ein großer Nudeltopf auf uns. Wer weitere Pausen braucht, kann auch einfach mal ein paar Kilometer im Begleitfahrzeug zurücklegen.

Welche Herausforderungen bietet die Strecke?

Christian Eckart: Was die Strecke angeht, sind wir etwas ängstlich. Die Fahrt nach Venedig war sicher leichter. Da mussten wir zwar die Alpen überqueren, wussten aber genau, was auf uns wartet. Auf dem Weg nach Berlin kommt man durch die ganzen Mittelgebirge. Das Höhenprofil der Strecke ähnelt einem Kamm: ein ständiges auf und ab. Da wird es schwer, einen Rhythmus beim Fahren zu finden.

Wie bereiten Sie sich vor?

Christian Eckart: Speziell trainiert haben wir auf die Tour nicht. Zurzeit sind fast jedes Wochenende Rennen. Unter der Woche kann ich da nicht noch lange Einheiten von fünf oder neun Stunden fahren. Die Regeneration würde viel zu lange dauern.

Wie viele Fahrer gehen am Freitag an den Start?

Christian Eckart: Wir sind etwa 15 Leute, vor allem Sportstudenten von der TU. Bis zu fünf Frauen fahren mit. Außerdem haben wir drei Begleitfahrzeuge.

Haben Sie denn Karten fürs WM-Finale?

Christian Eckart: Leider nicht. Wahrscheinlich schauen wir das Spiel auf der Fan-Meile an - falls wir am Sonntag noch stehen können.

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