Streicheleinheiten mit der Haselnuss

- Zum Lachen müssen Münchner Studenten nicht in den Keller gehen. Wer humorige Unterhaltung sucht, begibt sich vielmehr ins Obergeschoss des Gemeinschaftszentrums im Olympiadorf, wo über den Dächern der Bungalows das Studentencafé´ "CO2" liegt. Zum zweiten Mal fand dort vergangene Woche der Kabarett-Wettbewerb "Comoly" statt. Stefan Otto aus Dingolfing durfte die Siegprämie von 777,77 Euro mit nach Hause nehmen.

Otto sang vom Bauern, der seiner Frau "schmerzhafte Streicheleinheiten mit der Haselnuss-Staude" zufügt, erzählte vom Ärger Bier liebender Autofahrer mit der Polizei und spottete nebenbei über die "Preiß'n".

Nicht fehlen durfte ein Lied in Ottos niederbayerischem Heimatdialekt, vor dem ein aus dem Publikum berufener Dolmetscher hoffnungslos kapitulierte. "Meinen Dialekt habe ich von Kindheit an in der Landjugend gepflegt", sagte Otto, dessen aktuelles Programm den Titel "Bayernstolz" trägt. "Beim Publikum kommt das immer gut an."

Kabarett macht der gebürtige Dingolfinger seit 2003. Doch schon im Kindergarten habe er "gerne Leute zum Lachen gebracht". Im Hauptberuf ist der 22-Jährige Schreiner. Die Arbeit wolle er auch vorerst nicht aufgeben. Allerdings: "Mein großer Traum ist es schon, hauptberuflich als Kabarettist zu arbeiten."

Dass der Comoly-Sieger nicht aus den Reihen der Studenten kommt, wundert Hans-Peter Schneider, den Veranstalter des Wettbewerbs, nicht. Comoly sei in der Kabarett-Szene schnell bekannt geworden, erzählt der Student. "Junge Künstler haben in München ja sonst keine Möglichkeit, aufzutreten." Aus dem Olympiadorf selbst sei indes bisher nur einer der insgesamt 52 Comoly-Teilnehmer von diesem und vergangenem Jahr gekommen.

Im November will der Verein der Studenten im Olympiadorf die dritte Runde des Kabarett-Wettbewerbs einläuten. Wer sich im "CO2" amüsieren will, muss aber nicht so lange warten. Jeden zweiten Dienstag im Monat findet in dem Studentencafé´ um 20 Uhr der offene Kabarett-Abend "Comolyno" statt. "Da kann wirklich jeder sechs bis zehn Minuten auftreten", ermuntert Organisator Hans-Peter Schneider seine Kommilitonen.

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