Wechsel von Goretzka zum FC Bayern perfekt 

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Strom aus der Erdwärme

- Die Suche nach Alternativen zum Atomstrom in Deutschland nimmt weiter Gestalt an. Jetzt ist bundesweit das erste Kraftwerk für geothermischen Strom in Neustadt-Glewe/Mecklenburg ans Netz gegangen. Die Pilotanlage, die bis zu 500 Haushalte mit Strom versorgt, nutzt etwa 98 Grad Celsius heißes Wasser aus 2250 Metern Tiefe und erzielt eine Leistung von 210 Kilowatt.

<P>In Neustadt-Glewe wird bereits seit 1995 Erdwärme für die Versorgung eines Fernwärmenetzes eingesetzt. Daran gekoppelt wurde jetzt das Kraftwerk zur Stromerzeugung. "Kraftwerke zur geothermischen Stromversorgung eignen sich vor allem in der Verbindung mit der Erzeugung von Fernwärme. Im Sommer kann man die überflüssige Wärme leicht in Strom umwandeln", erklärt Thomas Fritzer vom Geologischen Landesamt Bayern.</P><P>Das Erdwärme-Potenzial in Deutschland ist enorm, meinen die Experten vom Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben in Hannover. Geothermische Energie stehe unabhängig von Jahres- und Tageszeiten zur Verfügung und wäre für den Grundlastbereich der Stromversorgung geeignet.</P><P>Mit der heutigen Technik ließe sich ein Vorkommen erschließen, das dem 600-fachen des deutschen Jahresstromverbrauchs entspricht. Dafür müsste man aber in vielen Gebieten bis in sieben Kilometer Tiefe heiße Wasservorkommen erschließen. <BR>Allerdings ist geothermischer Strom noch teuer: Die Stromgestehungskosten hängen u.a. von der Bohrtiefe, der dort herrschenden Temperatur, dem Eigenstromverbrauch der Anlage und dem Fördervolumen ab. </P><P>Derzeit werden die Kosten für eine Kilowattstunde erzeugten geothermischen Strom auf ca. 18 bis 22 Cent geschätzt. Bei sehr guten geologischen Bedingungen sind auch Stromkosten von acht Cent pro Kilowattstunde erreichbar.</P><P>Bayern ist aufgrund seiner geologischen Verhältnisse begünstigt für die Erschließung der Erdwärmenutzung. Vor allem die Kalke, die sich im Malm vor 180 Millionen Jahren im südlichen Bayern abgelagert haben, führen heute heißes Wasser. Bei der neuen Messe in München-Riem ist bereits gebohrt worden: Man wurde in 2600 Meter Tiefe fündig.</P><P>Lexikon aktuell<BR>Geothermie ist die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Erdoberfläche<BR><BR></P>

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