Studenten protestieren: Kein Geld für Faltlhauser

- Für Studentensprecher Alexander Nawrath von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) ist sie "ein Paradebeispiel für Abzocke": die Verwaltungsgebühr von 50 Euro, die die Hochschüler vom nächsten Wintersemester an zahlen müssen.

<P>Mit der Aktion "5000 gegen 50" machen die Studierendenvertreter des LMU-AStA jetzt gegen den Kostenbeitrag mobil. (Internet des AStA: www.stuve.uni-muenchen.de)</P><P>Rund zehn Prozent der an der Münchner Uni eingeschriebenen Studenten, das sind derzeit also 5000 Hochschüler, sollen sich nach dem Willen der Studentenvertreter bereit erklären, die 50 Euro nicht zu überweisen - und damit ihre Exmatrikulation in Kauf nehmen. </P><P>Mit dem Vorhaben wollen die Studentenvertreter testen, ob die Uni tatsächlich bereit wäre, womöglich ein Zehntel ihrer Studentenschaft auf einen Schlag zu exmatrikulieren.</P><P>Protestwillige können sich bis 6. Juni - einen Tag vor Ende der Zahlungsfrist - im Internet unter www.zahlt-keinen-cent.de für "5000 gegen 50" anmelden. Sollten sich bis zu diesem Tag nicht 5000 zur Teilnahme bereit erklären, werde die Aktion abgeblasen, so Nawrath. "Wir informieren dann alle, die mitmachen wollten, über die Absage", verspricht er.</P><P>Was die Studenten an der Verwaltungsgebühr ärgert, ist nicht der Betrag von 50 Euro an sich. Das Geld, das zusätzlich zum bisherigen Studentenwerks-Beitrag von 28 Euro über die Uni eingezogen wird, lande jedoch komplett bei Finanzminister Faltlhauser. "Die Universität sieht davon keinen Cent", klagt Nawrath. Den auf 35 Euro erhöhten Beitrag für das Studentenwerk will er dagegen zahlen: "Die bräuchten eigentlich noch viel mehr Geld."</P><P>An den anderen beiden großen Münchner Hochschulen, der Technischen Universität und der Fachhochschule, sind derzeit keine ähnlichen Aktionen geplant.</P><P>Gemeinsam wollen die Studenten von LMU, TUM und FH aber am 17. Juni demonstrieren. Beginn ist um 14 Uhr am Geschwister-Scholl-Platz. <BR> <BR></P>

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