Studentenprotest: In München gibt's jetzt eine Aktionswoche

- Mit einer Aktionswoche setzen die Studenten in München ihren Protest gegen die von der bayerischen Regierung angekündigten Hochschul-Kürzungen und geplante Studiengebühren fort.

<P>Das Protest-Programm beginnt am heutigen Dienstag um 10 Uhr mit einem Trauermarsch. Die Studenten treffen sich vor den Hauptgebäuden von LMU, TUM und Fachhochschule, um von dort jeweils mit einem Sarg Richtung Odeonsplatz zum Finanzministerium zu ziehen. Dort zelebriert ein Theologiestudent eine Trauerfeier.<BR><BR>Anschließend ist ein "Leichenschmaus" am Geschwister-Scholl-Platz geplant.<BR>Über die Zukunft des Bildungsstandortes Bayern diskutieren am Dienstagabend um 19.30 Uhr im Saal des Alten Rathauses LMU-Prorektor Werner Schubö, Professoren mehrerer Fakultäten, der Vorsitzende des Hochschulausschusses im Landtag Ludwig Spaenle (CSU), Studierendenvertreter und Oberbürgermeister Christian Ude. Moderator ist BR-Journalist Florian Hildebrand.<BR><BR>Unter dem Motto "Studiert, solange Ihr noch könnt" beginnt am Mittwoch um 10 Uhr ein 24-stündiger Vorlesungs-Marathon. In großen Hörsälen im Hauptgebäude der LMU werden Professoren bis zum Donnerstagmorgen Vorträge halten. Kommunikationswissenschaftlerin Romy Fröhlich zum Beispiel spricht um 14 Uhr über Frauen im Journalismus. Eine Experimentalvorlesung zum Thema Wasser hält anschließend um 15 Uhr Chemiker Konstantin Karaghiosoff. Um Mitternacht will Altphilologe Stefan Merkle die Studenten mit römischer Liebesdichtung wach halten.<BR><BR>An öffentlichen Orten wie dem Odeonsplatz, Orleansplatz oder Max-Joseph-Platz werden am Donnerstag ab 10 Uhr Vorlesungen abgehalten. Am Abend ab 18 Uhr wollen Studenten eine Lichterkette von der LMU zur TUM bilden. Der genaue Streckenverlauf steht noch nicht fest.<BR><BR>Die neuesten Informationen über das Protestprogramm für diese und die nächsten Wochen hält das eigens eingerichtete "Info-Café" in der Amalienhalle hinter dem Audimax im LMU-Hauptgebäude bereit. Außer mit Neuigkeiten werden die Studenten hier auch mit Glühwein versorgt. <BR></P>

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