+
Musikstreaming liegt im Trend. Für den Service zahlen wollen viele aber nicht. Foto: Daniel Bockwoldt

Studie: Jeder zweite will nicht für Musik-Streaming zahlen

Spotify, Simfy und Deezer sind bekannte Musik-Streamingdienste. Ihr Service kommt an. Doch die Hälfte der Nutzer will nicht dafür zahlen. Das geht aus einer Untersuchung hervor.

Berlin (dpa) - Musik-Streamingdienste boomen. Doch rund jeder zweite Verbraucher in Deutschland ist nicht bereit, dafür Geld auszugeben. Das beweist eine Studie.

Unter den Zahlungsunwilligen unterscheide sich die Einstellung stark in verschiedenen Altersgruppen, wie eine Studie des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers ergab. Bei den über 46-Jährigen seien fast zwei Drittel nicht an Bezahlangeboten interessiert.

Unter den jüngeren Nutzern würden hingegen über 60 Prozent für Musikübertragung aus dem Netz zahlen. Ihre Preisvorstellungen liegen der Erhebung zufolge jedoch deutlich unter den heutigen Tarifen der Anbieter. Knapp 30 Prozent wären bereit, bis zu drei Euro im Monat auszugeben und 22 Prozent vier bis sieben Euro. Die Preisspanne von 8 bis 11 Euro, in die die heutigen Abo-Preise passen, findet gut jeder Zehnte annehmbar.

Die Umsätze mit Musik-Streaming werden nach der Prognose von PricewaterhouseCoopers zum Jahr 2019 auf 426 Millionen Euro steigen - von 108 Millionen im vergangenen Jahr und 205 Millionen in diesem. Die Erlöse aus dem digitalen Vertrieb würden damit die Einbußen im Geschäft mit physischen Tonträgern wie die CD annähernd ausgleichen.

In Deutschland trug die CD zuletzt nach wie vor den Großteil des Musikgeschäfts mit einem Umsatzanteil von 60,6 Prozent. Die Rückgänge bleiben im Vergleich zu anderen Ländern bisher moderat. Laut Studien des Verbands der Musikindustrie gaben 2014 lediglich 3,7 Prozent der Bevölkerung mehr als 80 Euro für Musik aus. Sie sorgten aber für gut 46 Prozent der Umsätze.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Samsung Galaxy Note 8 scheitert im Falltest
Zerbricht das Gehäuse, oder zerbricht es nicht? Eine echte Bewährungsprobe für Smartphones ist der Falltest von Stiftung Warentest. Das Samsung Galaxy Note 8 schnitt …
Samsung Galaxy Note 8 scheitert im Falltest
Bose-Kopfhörer unterstützt Google Assistant
Auch Kopfhörer werden immer smarter. Das beweist ein neues Modell von Bose. An der linken Hörmuschel befindet sich eine Taste, die den Griff zum Smartphone überflüssig …
Bose-Kopfhörer unterstützt Google Assistant
Tabs in Chrome stummschalten
Wenn eine Webseite aufdringliche Musik spielt oder Werbevideos aufpoppen, können Chrome-Benutzer einfach den Sound abstellen. Das geht sogar ohne Ad-Blocker.
Tabs in Chrome stummschalten
Elefantastisch: Reden wie ein Dickhäuter
Elefanten kommunizieren durch Bewegung ihres Rüssels und mit Lauten. Jetzt gibt es eine Art "Übersetzungsservice", der menschliche Sprache in Elefantensprache übersetzt.
Elefantastisch: Reden wie ein Dickhäuter

Kommentare