Studien-Abbrecher: Jeder Vierte ohne Abschluss

- Berlin - Angesichts der hohen Zahl von Studien-Abbrechern an den deutschen Universitäten hat Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) eine Reform der Studiengänge und eine bessere Betreuung der Studierenden gefordert.

<P>"Wenn jeder Vierte keinen Abschluss erreicht, ist das eine Verschwendung von Ressourcen", sagte Bulmahn am Montag in Berlin. Zudem bedeute das auch "ein hohes Maß vermeidbarer Enttäuschungen für die Betroffenen."</P><P>Nach einer "Studienabbruchstudie 2002" des Hannoveraner Hochschul-Informations-System (HIS) verlassen 27 Prozent der deutschen Studenten die Hochschule ohne einen Abschluss.</P><P>In den Universitäten war die Quote mit 30 Prozent erheblich höher als an den Fachhochschulen (22 Prozent). Bulmahn machte dafür die geringe Motivation der Studierenden für ihre Fächer sowie überfrachtete Studienpläne verantwortlich. Die Hochschulen müssten ihre Angebote überprüfen und die Studierenden besser informieren, sagte die Ministerin. Zudem sollten die Lehrbeauftragten häufiger den Kontakt zu Schulen suchen und bereits in der Oberstufe über Studienmöglichkeiten aufklären.</P><P>Die höchste Abbrecherquote gibt es nach Angaben des Bildungsministeriums mit 42 Prozent bei den Sozialwissenschaften. Im Bereich Informatik sind es 37 Prozent, bei den Wirtschaftswissenschaften 31 Prozent. Am besten schneiden die Mediziner, wo es lediglich acht Prozent zu keinem Abschluss bringen.<BR>(Internet: http://www.bmbf.de/pub/studienabbruchstudie_2002.pdf)</P>

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