Auf der Suche nach der Weltformel

- Sie gehört zu den mysteriösesten Theorien der Naturwissenschaften: die Stringtheorie. Auch an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) grübelt man darüber, ob es möglich ist mit dieser Theorie einmal eine "Weltformel", wie sie schon Albert Einstein vergeblich suchte, zu finden. Aus diesem Grund luden die Münchner Physiker um Professor Dieter Lüst nun zu der internationalen Tagung "String Phenomenology 2005" nach München zum Gedankenaustausch ein.

"Wir hoffen, dass man mit der Stringtheorie einmal die beiden Grundpfeiler der Physik, die Quantenmechanik und Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie auf einen gemeinsamen Nenner bringen kann", sagt Lüst. Die Stringtheoretiker gehen davon aus, dass unser Universum nicht nur aus vier Dimensionen besteht, sondern aus zehn. Die Wissenschaftler glauben, dass diese zusätzlichen Dimensionen zu winzigen schwingenden Seiten aufgerollt sind. Diese können wir aber nicht wahrnehmen. "Die Stringtheorie hat sich zum Ziel gesetzt, das gesamte Universum vom kleinsten Teilchen bis hin zum größten Galaxienhaufen mit einer einzigen grundlegenden Idee zu beschreiben", erklärt Dieter Lüst.<BR><BR>An Lüsts Lehrstuhl und am Max-Planck-Institut für Physik beschäftigen sich insgesamt 20 Mitarbeiter und Studenten mit der Stringtheorie. Um jetzt den Austausch der LMU-Arbeitsgruppen in der theoretischen Physik weiter international anzukurbeln, wurde an der LMU das Arnold-Sommerfeld-Center gegründet. Hier sollen sich in Zukunft Stringtheoretiker regelmäßig aus aller Welt treffen.<BR><BR>"Noch können wir unsere theoretischen Überlegungen nicht mit der realen Welt verknüpfen", gibt Lüst zu. "Aber es laufen an vielen Teilchenbeschleunigern Experimente, die uns in den nächsten Jahren immer mehr Hinweise über die Existenz von Stringteilchen verschaffen werden", ist sich der Physiker sicher. <BR>

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