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Mit „Super Smash Bros. Ultimate“ bringt Nintendo den letzten großen Spielehit des Jahres 2018 raus.

Nintendo-Hit

„Super Smash Bros. Ultimate“ im Test: Der beste Party-Prügler den es gibt

Mit „Super Smash Bros. Ultimate“ bringt Nintendo den letzten großen Spielehit des Jahres 2018 raus. Hier geht‘s zum Test.

Friedliche Weihnachtszeit, Liebe allerorten – ausgerechnet Nintendo, die Firma mit den fantastischen Kinderspielen, mag sich nicht an dieses Motto halten. Gerade noch rechtzeitig haben die japanischen Mario-Erfinder mit „Super Smash Bros. Ultimate“ für die Switch-Konsole den letzten großen Spielehit des Jahres 2018 veröffentlicht.

In diesem fast schon unverschämt charmanten „Hau ma mal“ vertrimmen sich Mario und 73 seiner Freunde nach Lust und Laune – bis einer von ihnen aus dem Ring fliegt. Weihnachtlich friedlich ist das zwar nicht unbedingt. Aber wenn der Dino Yoshi seine Gegner in ein Ei verwandelt, ist das so amüsant, dass die Altersfreigabe für 12-Jährige passt. So unglaublich viel gibt es hier zu sehen, zu hören und zu staunen – da macht sogar Verlieren Spaß.

Super Smash Bros. Ultimate: Der Trailer

Super Smash Bros. Ultimate im Test: Eines der besten Spiele des Jahres

Super Smash Bros. ist längst eine der größten Spiele-Marken von Nintendo, ungefähr auf Augenhöhe mit den Reihen Super Mario, The Legend of Zelda oder Mario Kart. Das Spielprinzip des quietschbunten Prügelspiels: Den Gegner aus der Arena werfen. Am 7. Dezember – also zum Jahresende – hat Nintendo mit Super Smash Bros. Ultimate eines der besten Spiele des Jahres herausgebracht. Das Game bietet eine schier unüberschaubare Menge an Charakteren, Arenen und Musikstücken – und so ganz nebenbei auch monatelangen Spielspaß. Kurzum: Super Smash Bros. Ultimate bietet Fans all das, was die Marke seit jeher ausmacht – und das größer und besser als je zuvor.

Womit soll man anfangen? Bleiben wir doch bei den Charakteren. Der Grundgedanke hinter Super Smash Bros.ist ja so eine Art Familientreffen der Nintendo-Charaktere zu einer rasanten Prügelei. Bei den bisherigen Teilend der Reihe gab es ja unter der Community immer ein Gemaule: Warum ist diese Figur nicht dabei? Und warum diese nicht? Dem beugt Nintendo bei Super Smash Bros. Ultimate dergestalt vor, dass so ungefähr alle Videospiel-Charaktere vertreten sind.

Man startet das Spiel mit jenen acht Charakteren, die im allerersten Teil der Super Smash Bros. Mit von der Partie waren. Nach und nach schaltet man 66 weitere Figuren frei. Das hört sich nach einem enormen Zeitaufwand an. Denkste! Tatsächlich kommt innerhalb von Minuten immer ein neuer Charakter hinzu.

Das besondere Feeling der Reihe bietet Super Smash Bros. Ultimate in seiner besten Form: Super Mario fightet in einer Metal-Gear-Solid Arena gegen Cloud aus Final Fantasy VII. Was in diesem Spiel an Charakteren und Arenen am Start ist, lässt praktische keine Wünsche offen: Vertreten sind unter anderem die Franchises Mega Man, Kirby, Super Mario, Street Fighter, Metal Gear Solid, Final Fantasy und Pokémon.

Bekanntlich gibt es bei den Super Smash. Bros. Spielen ein Nebeneinander von ausgeklügelten Kombo-Aktionen und wildem Button Mashing in den Kämpfen. Bei Super Smash Bros. Ultimate ist es nicht anders. Hinzu kommen jede Menge Items, die den jeweiligen Charakter verstärken und spektakuläre Final Smashes – die Finisher der Figuren.

Super Smash Bros. Ultimate im Test: Intuitive Steuerung

Durch die intuitive Steuerung finden auch Gamer sofort ins Spiel, die bislang noch nichts mit den Super Smash Bros. Spielen zu tun hatten. Daneben gibt es für alle, die die Möglichkeiten ihrer Figur im Kampf ausreizen wollen auch jede Menge Spezial-Moves, Defensiv-Aktionen oder spektakuläre Luft-Akrobatik.

Man gewöhnt sich schnell an die spezielle Schadensanzeige: Die ersetzt den aus anderen Prüglern bekannten Gesundheitsbalken mit einer Prozent-Anzeige: je höher diese Schadensanzeige, desto weiter fliegen die Figuren bei Smash-Attacken. Und wenn man den Gegner aus dem Bildschirm schleudert oder dieser fällt, dann hat man gewonnen.

Der Star des Spiels ist der neue Geister-Modus: Der schickt den Spieler auf Wanderschaft über ein weitläufiges Spielbrett, auf dem man die von Gespenstern besessenen Mitstreiter befreit. Eine ausgeklügelte Rahmenhandlung wie bei Metal Gear Solid sollte man bei diesem Story-Modus nicht erwarten. Aber warum auch? Wer zu einem Spiel wie Super Smash Bros. Ultimate greift, erwartet in erster Linie kurzweiligen Spaß und weniger Tiefgang. Und so ist es schon in Ordnung, dass die Story in erster Linie den Rahmen für jede Menge Kloppereien liefert. Zudem sorgt der Geister-Modus für herrlich abwechslungsreiche Kämpfe.

Video: Super Smash Bros. Ultimate: Das ist alles geboten

Allerdings machen bei Super Smash Bros. Ultimate die Mehrspieler-Gefechte den meisten Spaß. Bei bis zu acht Spielern und unendlich vielen Special-Moves verliert man bei dem schnellen Prügel-Spaß zwar schnell mal den Überblick. Aber genau das macht den Reiz des Spiels aus.

Und es gibt immer etwas Neues zu entdecken: In der Luft schwebende Plattformen und wilde Kulissen-Wechsel sorgen in den Kämpfen für bizarre Überraschungen. Mal springt man in der Luft von den Flügeln eines Starfox-Gleiters auf den nächsten. Anderswo findet man sich in der minimalistischen Grafik eines Gameboy-Spiels wieder. Sogar Überblendungen zwischen mehreren Kulissen gibt es. Weiter Highlights sind außergewöhnlich Herausforderungen wie gegen den Winzling Buzz-Buzz oder gegen das Feuerwesen Flamberus. Sein Curry lässt den Spieler ununterbrochen Feuer spucken.

Super Smash Bros. Ultimate im Test: Das Fazit

Super Smash Bros. Ultimate ist der Nachfolger geworden, auf den die Fans der Reihe seit Jahren gewartet haben. Das Spiel wird an diesem Weihnachtsfest unter einigen Christbäumen liegen. Und das absolut zurecht! Mit Fights an denen bis zu acht Spieler gleichzeitig teilnehmen können, ist es derzeit wohl das beste Party-Prügel-Spiel auf dem Markt.

(Für Nintendo Switch; ab 12 Jahren; 60 Euro.)

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