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Das Superpiano mit photoelektrischer Klangerzeugung mit der Hilfe von Lichtquellen und rotierenden Zelluloidscheiben hat der Wiener Erich Spielmann 1928 entwickelt. Screenshot: Technischesmuseum.at Foto: Technischesmuseum.at

Superpiano und Gleismessdraisine: Technikmuseum Wien online

Was tun, wenn im Museum einfach nicht genug Platz ist? Richtig - die Schätze in einem Onlinekatalog ausstellen. So hat es zumindest das Technische Museum Wien gemacht - und dem historischen Inventar einen gebührenden Platz in der Öffentlichkeit verschafft.

Wien (dpa/tmn) - Ob Spielzeugroboter, alte Pistolen aus der Schmiede des kaiserlich-königlichen Artillerie-Hauptzeugamtes, Notenrollen oder Schlitten: Ein Fünftel des Inventars des Technischen Museums Wien muss das Lager hüten.

Für alle Objekte wäre einfach kein Platz in den Ausstellungsräumen. Deshalb macht das Museum die Schätze nun virtuell in einem Onlinekatalog verfügbar. Darin befinden sich derzeit bereits mehr als 150 000 Ausstellungsstücke mit Fotos und mehr oder weniger umfangreicher Beschreibung. Und die Objektdatenbank wächst weiter - und mit ihr auch der Grad der Detailliertheit der Informationen.

Was bereits recht umfangreich erschlossen ist, findet sich, wenn man links in der Navigation nach Feinerschlossenem sortiert. Weitere Filtermöglichkeiten sind Objekte, Themen, Ereignisse, Geografie, Personen und Körperschaften sowie der Zeitraum. In den feinerschlossenen Sammlungen finden sich derzeit rund 7000 Objekte oder Archivalien aus Bereichen wie Dampfmaschinen, eisenbahnhistorischen Stücken wie einer Gleismessdraisine, Spielzeugroboter, Fotokameras, Schiffsmodelle oder elektronische Musikinstrumente.

In letzterem Bereich ist das Superpiano, das der Wiener Erich Spielmann 1928 entwickelt hat, eines der Highlights. Es funktioniert mit photoelektrischer Klangerzeugung über zwölf geschwärzte Zelluloidscheiben mit transparenten Löchern, die jeweils zwischen einer Lichtquelle und einem Photowiderstand rotieren.

Dort ändern sich abhängig von Lichtstärke, Drehzahl und Anzahl der Löcher Wechselspannungen, die dann verstärkt den Klang ergeben. Sieben Oktaven deckt das Instrument ab - und stellt sogar eine frühe Form des modernen Samplers dar, erklärt das Museum. Denn auf den Scheiben können mittels Lichttontechnik Töne aus beliebigen Quellen gespeichert werden.

Onlinekatalog des Technischen Museums Wien

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