Surfer sind im Temporausch

- Highspeed-Internet ist derzeit angesagt. Immer mehr Provider haben die rasanten DSL-Anschlüsse mit 16 Megabit pro Sekunde im Angebot. Doch lohnt sich so viel Tempo überhaupt für jeden Surfer im weltweiten Datennetz? Welche Vorteile bieten ISDN- oder DSL-Anschlüsse? Und welcher Tarif ist der richtige?

ISDN ist nur eine Notlösung

Es gibt viele Möglichkeiten, ins Internet zu gelangen. ISDN ist nur eine davon. Noch vor einigen Jahren galt ISDN als der schnellste Weg ins World Wide Web. Doch heute setzt DSL (Digital Subscribe Line) andere Maßstäbe hinsichtlich der Übertragungs- und Download-Geschwindigkeit: Das langsamste DSL 1000 ist schon 16 mal schneller als ISDN. Früher, als das Herunterladen großer Datenmengen noch nicht alltäglich war, reichte ISDN völlig. Heute sind jedoch fast alle Webseiten mit Audio- und Videodateien bestückt, und Musik, Filme oder Dokumente werden häufig aus dem Netz herunter geladen. Mit ISDN bedeutet das: Geduld haben und warten, bis sich Webseiten aufgebaut haben oder Dateien auf die Festplatte herunter geladen sind. Und damit wird’s teuer: Für ISDN sind die günstigen Flatrates, mit denen man ohne Begrenzung von Zeit und Datenmenge surfen kann, eher selten. Man bezahlt also pro Minute. Und das kann teuer werden! Seine Berechtigung hat ISDN daher allein in ländlichen Regionen, in denen es keine DSL-Anbindung gibt.

In den meisten größeren Städten ist DSL verfügbar. Wer sicher gehen möchte, ob er an seinem Wohnort DSL nutzen kann, kann im Internet bei www.dslweb.de prüfen, welche Provider dort DSL anbieten. Ist eine Verfügbarkeit gewährleistet, gilt es zu entscheiden, welcher DSL-Anschluss der richtige ist. Derzeit werden verschiedene DSL-Geschwindigkeiten angeboten: DSL 1000, DSL 2000, DSL 3000, DSL 6000, und in einigen Städten schon das superschnelle ADSL2+.

Normalsurfer, also Leute, die ins Web gehen, ohne dauernd riesige Datenmengen herunter zu laden, fahren mit DSL 1000 gut. Wer häufiger Musik, Videos oder andere große Dateien aus dem Netz lädt, setzt besser auf DSL 3000. DSL 6000 benötigen nur Anwender, die mit mehreren Netzwerkrechnern ins Internet gehen und häufig große Datenmengen herunterladen.

Durchblick im Tarifdschungel

Die Suche nach dem besten Tarif für den DSL-Anschluss ist eine Wissenschaft für sich, denn es gibt nicht nur unzählige Anbieter von T-COM über Arcor bis 1&1, sondern auch eine Unmenge an Tarifmodellen.

Bei DSL gibt es grundsätzlich vier Tarifarten, die je nach Anbieter differieren. Bei einem Volumentarif ist eine bestimmte Datenmenge pro Monat festgelegt, überschreitet man diese, sind oft nicht unerhebliche Nachzahlungen fällig. Ähnlich funktionieren Zeittarife, bei denen man ein bestimmtes Limit an Surf-Stunden nicht überschreiten darf -welche Datenmengen dabei übertragen werden, spielt keine Rolle. Für Leute, die wenig surfen oder das Internet nur dazu nutzen, um ab und zu eine E-Mail zu schreiben, lohnen sich so genannte Call-by-Call-Tarife, bei denen man nur für die Zeit zahlt, die man online ist und für die Datenmengen, die dabei übertragen werden.

Sobald man jedoch täglich ins Internet geht und häufiger Dateien herunter lädt, lohnt sich eine Flatrate, mit der man ohne Beschränkung von Zeit und Datenmengen surfen kann. Flatrates werden heute von den meisten Anbietern sehr günstig angeboten -Preise von 6,99 Euro pro Monat sind keine Seltenheit. Bei der Suche nach dem günstigsten Provider und Tarif helfen Tarifrechner im Internet wie www.teltarif.de , die immer auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Bei der Entscheidung für einen DSL-Anbieter sollte jedoch nicht nur der Tarif ausschlaggebend sein. Wer mit DSL ins Internet gehen möchte, braucht auch die passende Hardware, also einen Splitter, der Daten- und Telefonsignale trennt, ein DSL-Modem, und -falls man drahtlos surfen will -auch einen Router für Wire less LAN. Bei manchen Anbietern bekommt man die nötige Hardware umsonst, einige bieten das DSL-Modem zu günstigen Preisen an, andere langen bei der Hardware kräftig hin. Ein weiterer Aspekt sind die einmaligen Bereitstellungskosten, die je nach Anbieter sehr variieren: Bis zu 99 Euro muss man dafür teilweise zahlen -oder gar nichts. Ein guter Tipp sind komplette DSL-Pakete, die häufig angeboten werden. Aber: Ein Vergleich lohnt sich immer!

Klein gedruckte Haken

Bei den Festnetzanbietern tobt ein Preiskampf und deshalb unterbieten sich Telekom, Arcor und Co. derzeit bei ihren DSL-Angeboten. Um neue Kunden zu ködern, purzeln die Tarife fast jeden Monat. Doch selbst wenn ein Angebot unschlagbar günstig erscheint, sollte man sich die Mühe machen, das Kleingedruckte gründlich durchzulesen, bevor man einen Vertrag unterschreibt. Vorsicht geboten ist bei dem Begriff Flatrate: Im Angebot wird zwar damit geworben, aber im Kleingedruckten entpuppt sich die sog. flatrate dann als verkappter Volumen- oder Zeittarif. Eine Überlegung wert sind auch die Vertragslaufzeiten: Günstige Neukunden-Angebote werden oft nur für 24 Monaten angeboten -üblich sind eher 12 Monate. Beim aktuellen Preiskampf kann man davon ausgehen, dass die Preise weiter fallen werden und man so zwei Jahre an einen relativ hohen Tarif gebunden ist. Die Wechselangebote für bestehende Kunden stehen ebenfalls im Kleingedruckten. Hier sollte man einem Anbieter den Vorzug geben, der seinen Kunden den Wechsel zu einem günstigen Tarif möglichst schnell ermöglicht.

Selbst im Bereich der Übertragungsgeschwindigkeiten ist nicht alles Gold was glänzt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist es, welche Mindestgeschwindigkeit der Provider garantiert, und nicht, mit welchen Highspeed-Angeboten er wirbt. Denn Leistungsschwankungen oder sogar das Drosseln von Leitungen kommen häufiger vor, als es dem Internet- Surfer lieb ist.

DSL unter der Lupe

Wie DSL funktioniert, welche Provider es gibt und welche Tarife sie anbieten, darüber informiert ausführlich das DSL-Portal www.dslweb.de. Im aktuellen Teil findet man viele Nachrichten rund um DSL. Intensiv beleuchtet wird auch die dafür nötige Hardware. Gute Tipps zu möglichen DSL-Alternativen bietet die Webseite für Anwender, in deren Wohnort die Hochleistungstechnik eben nicht verfügbar ist. Viele Nachrichten, Hintergrundinformationen, Informationen über Anschlüsse und Tarife und viele Tricks zu DSL findet man auch im www.dsl-magazin.de

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