Surfverhalten von Kindern nicht heimlich kontrollieren

München/Erfurt - Ein kurzer Blick in den Verlauf - und schon wissen Eltern, welche Internetseiten ihre Kinder angesurft haben. Doch solche Kontrollen sollten sie sich gut überlegen.

“Das Kind hat ein Recht auf Privatsphäre“, sagte Christoph Gieger vom Deutschen Jugendinstitut in München dem dpa-Themendienst. Eltern sollten ihm daher nicht hinterherschnüffeln. Es sei wichtig, dass Kinder und Eltern ein Vertrauensverhältnis aufbauen und die Kinder das Gefühl haben, mit ihren Eltern über ihre Erlebnisse beim Surfen sprechen zu können.

Auch Susanne Schneider warnt vor der heimlichen Kontrolle des Verlaufs: “Bei kleinen Kindern würde ich mir den gemeinsam mit ihnen anschauen“, sagte die Medienwissenschaftlerin der Universität Erfurt. Genauso sinnvoll sei ein gemeinsamer Blick ins E-Mail-Postfach. Sobald die Kinder in die Pubertät kommen, sei damit aber Schluss: “Die erlauben es Eltern nicht mehr, ihre Mails zu sehen.“

dpa

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