Sympathischer Skeptiker

- Als Historiker ging Reinhart Koselleck stets eigene Wege. "Einer Schule ließ er sich nie zuordnen", sagt Professor Winfried Schulze, Historiker an der Ludwig-Maximilians-Universität. In den 70er-Jahren arbeitete er mit dem großen Wissenschaftler an der "Theorie der Geschichte", die in sechs Bänden erschien.

Reinhart Koselleck war einer der bedeutendsten Historiker des 20. Jahrhunderts. Am Freitag starb der Gründervater der Universität Bielefeld im Alter von 82 Jahren.

Geschichte wirkt durch Begriffe, in die sie gegossen wird. Diese Begriffe zu hinterfragen, ihre Wirkung und Geschichte zu durchleuchten, ist für Schulze eine der größten Leistungen Kosellecks. "Er war ein Skeptiker", sagt der Münchner Professor. "Aber auch ein sympathischer, offener Mensch. Nicht nur ein großer Historiker, sondern auch ein großer Erzähler."

Koselleck hatte in Heidelberg und Bristol mit seiner später berühmt gewordenen Arbeit "Kritik und Krise" promoviert. Seine Habilitationsschrift "Preußen zwischen Reform und Revolution" gilt ebenfalls noch heute als Standardwerk. Seinen Arbeiten zur Geschichtstheorie, Geschichtsphilosophie und Begriffsgeschichte machten ihn international bekannt.

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