+
In Deutschland wurde wohl eine Buchhaltungsfirma ausspioniert.

Systematische Hacker-Attacken auf 14 Länder

Berlin/New York - Unbekannte Angreifer sind über Jahre hinweg in Computersysteme in 14 Ländern - darunter auch Deutschland - eingedrungen und haben große Mengen vertraulicher Daten gestohlen.

Die meisten Attacken waren den Betroffenen bereits bekannt. Untersuchungen des auf Computersicherheit spezialisierten Unternehmens McAfee ergaben nun aber, dass Angriffe auf 72 verschiedene Ziele auf eine einzige Quelle zurückzuführen sind.

Diese wird in China vermutet, wie die Zeitung “Washington Post“ unter Berufung auf einen Experten des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) berichtete. Allein 49 der 72 Angriffsziele befinden sich in den USA - darunter Regierungsbehörden, Rüstungsunternehmen, ein wissenschaftliches Institut und die Büros eines Medienunternehmens am Sitz der Vereinten Nationen in New York sowie in Hongkong. Dabei soll es sich nach Presseberichten um die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) handeln. Bei dem in Deutschland angegriffenen Ziel handelt es sich nach dem am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Bericht um eine nicht näher bezeichnete Buchhaltungsfirma. Ausgespäht wurden auch die Vereinten Nationen in Genf und das Internationale Olympische Komitee (IOC).

Die Tricks der Daten-Hacker

Die Tricks der Daten-Hacker

McAfee habe sich einen Zugang zu Datenprotokollen (Logs) des zentralen Servers der Angreifer verschafft, von dem aus die Attacken seit 2006 über zahlreiche weitere Computer gesteuert worden seien, schrieb McAfee-Experte Dmitri Alperovitch im Blog des Sicherheitsunternehmens. “Was mit all diesen Daten geschehen ist - die den Umfang von Petabytes erreichen - ist noch weitgehend eine offene Frage.“ McAfee bezeichnete den ermittelten Datendiebstahl im großen Stil als “Operation Shady RAT“ (Operation Zwielichtige Ratte), wobei RAT für “Remote Access Tool“ (Werkzeug für den Fernzugriff) steht.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Darum sollten Sie diese beliebte Foto-App nicht nutzen
München - Die App „Meitu“ bietet besondere Möglichkeiten der Bildbearbeitung. Die sozialen Medien toben sich damit gerne aus. Doch für die neuen Filter zahlt man einen …
Darum sollten Sie diese beliebte Foto-App nicht nutzen
Verlage können Hörbücher direkt Apple anbieten
Hörbücher aus dem iTunes-Store bezieht Apple nun nicht mehr ausschließlich von Audible. Das ergaben Verfahren der EU-Kommission und des Bundeskartellamts gegen …
Verlage können Hörbücher direkt Apple anbieten
Darum sollten Sie auf Selfies nie diese Geste machen
München - Sind Selfies gefährlich? Japanische Forscher haben herausgefunden, dass das Handy-Selbstportrait in Kombination mit einer beliebten Geste zum Sicherheitsrisiko …
Darum sollten Sie auf Selfies nie diese Geste machen
Neue Smartphones und virtuelle Displays
Man könnte meinen, auf dem Tisch steht nur ein schnöder Toaster. Doch dahinter steckt der Xperia Projector von Sony. Er wirft Bedienoberflächen an die Wand. Neben diesem …
Neue Smartphones und virtuelle Displays

Kommentare