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Ihre Reaktion wurde im Netz gefeiert: Statt über die sexuelle Belästigung zu schweigen, stand Taruna Aswani gegen den Cyber-Mobber auf.

Taruna Aswani steht gegen Cyber-Mobbing auf

Üble Nackt-Erpressung: Netz feiert ihre Reaktion

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Maryland - Es ist eine üble Erpressung, die Taruna Aswani per Mail erreicht: Ein Hacker droht, Nacktfotos von ihr zu posten. Will sie es nicht, muss sie ihn „erregen“. Mit ihrer Reaktion dürfte er nicht gerechnet haben. 

Es ist ein Thema, mit dem schon viele in Berührung gekommen sind: Cyber-Mobbing, das  zum Beispiel über soziale Medien, Smartphone oder Instant Messenger passieren kann. Oft schweigen die Opfer, zu peinlich sind die Inhalte und Forderungen. Taruna Aswani, die vor einigen Monaten von Indien nach Amerika zog, hat nun gezeigt, dass es anders geht: Ein Hacker, der sie noch aus Mumbai kannte, drohte, Nacktfotos und Videos von ihr zu veröffentlichen, sollte sie nicht innerhalb von 24 Stunden antworten und innerhalb von 48 Stunden Fotos und Videos schicken. Diese sollten ihn „erregen“. Wie sie auf seine Erpressung reagierte, dürfte dem Cyber-Stalker eine Lehre sein.

Gegen Cybermobbing aufstehen und nicht beschämt zu sein

Die 26-Jährige schildert in einem Facebook-Post ihrer Familie und Freunden von der Mail, die sie erreichte. „Ich tue dies, damit andere Frauen lernen, gegen Kerle wie diese aufzustehen und selbstbewusst zu sein, auch wenn wir zu ängstlich, beschämt oder ratlos sind, wie wir auf diese Situationen reagieren sollen“, schreibt Taruna Aswani in ihrem Post. Auch wenn der Hacker die Fotos und Videos bereits an ihren Freund verschickte, entschied sie sich, gegen den „Perversen“ aufzustehen.

Dann fordert sie dazu auf, den Post zu teilen: „Ich bitte euch, den Post mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen.“ Und die Resonanz ist enorm:  17.000 Menschen klickten bereits auf „Gefällt mir“, 4398 teilten den Post. 

Drei Tage später bedankte sich die junge Frau in einem weiteren Post für das Engagement und die Unterstützung. „Danke, dass ihr nicht nur für mich, sondern auch für alle anderen Frauen aufgestanden seid, die in ähnlichen Situationen waren und nun von meiner Geschichte inspiriert werden.“ 

Auch der indische Nachrichtenkanal CNN-News18 griff Taruna Aswanis Fall auf, um über Frauen zu berichten, die mit privaten Bildmaterial bedroht oder erpresst wurden. Die Inderin ermutigte in ihrem Post, ähnliche Fälle an den Kanal zu melden.

Taruna Aswanis Hacker wurde bisher nicht gefunden. In den USA hat sie mehrere Behörden eingeschaltet, auch das FBI. In Mumbai steht sie in Kontakt mit einem Polizist für Internet-Kriminalität. Jedoch sind die Chancen, derartige Fälle aufzulösen, nicht sehr hoch. 

Aber vielleicht, schreibt News18 in dem Artikel, löst Tarunas Handeln einen Trend aus. Und Tausende, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben, stehen auf, statt still zu bleiben.

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