Tausende Hits passen locker in Westentasche

- Die Verkaufsregale quellen heute über mit digitalem Abspiel-Spielzeug. Wer sich ein Gerät für die Urlaubssaison zulegen will, hat die Qual der Wahl. Macht man viel Sport, sollte man gleich nach USB-Speicherplayern oder Festplattenspielern Ausschau halten. Die funktionieren im Gegensatz zu MP3-CD-Playern bei Stößen und Bewegung zuverlässiger. Hinzu kommt, dass austauschbare Speichermedien wie CDs oder Flash-Karten weder Licht, Hitze noch Sand vertragen. Mit sog. Aquapacs kann Elektronisches gegen Salzwasser, Staub und Sonnenöl geschützt werden.

<P>Maßgeschneiderte Musikbörse </P><P>Sie sind in aller Munde, die modischen MP3-Player, auch Jukeboxen genannt. Galionsfigur ist der ipod von Apple, der die bisweilen klobige Konkurrenz allein schon wegen seines formidablen Designs auf die Plätze verweist. Jukeboxen arbeiten mit Festplatten mit Kapazitäten von bis zu 40 Gigabytes (GB). Damit ließen sich auf der Größe einer Tafel Schokolade theoretisch die Plattensammlungen eines ganzen Stadtviertels unterbringen - rund 10 000 Songs. Das freilich kostet: bis zu 650 Euro. Ipod-Klone ab 1,5 GB sind schon für 150 Euro erhältlich. Mit dem ipod hat Apple die maßgeschneiderte Musikbörse mitgeliefert: itunes. Dort kann man die Dateien im AAC oder MP3-Format für 99 US-Cent herunterladen, beides erkennt der ipod. AAC wird eine große Zukunft vorausgesagt, weil es trotz niedriger Bitraten (sprich weniger Speicherplatz) exzellente Klangqualität erreicht. MP3 bleibt aber vorerst das Maß aller Dinge: In jedem Kaufhaus werden USB-Sticks verramscht. Nicht größer als ein Feuerzeug und mit 64, 128 oder 256 Megabytes Flash-Speicher ausgestattet, kommt schnell gute Laune auf. Einfach an den USB-Ausgang des PCs klemmen und ruckzuck mit MP3s füllen - fertig! Die federleichten Dinger kann man sich per mitgeliefertem Bändel um den Hals hängen. Viele Optionen haben die Sticks indes nicht: Play/Pause, Lautstärkeregler und Skip müssen reichen. Kosten: ab 40 Euro.<BR><BR>Mit fähigen CD-Spielern lassen sich Audio- und MP3-CDs gleichermaßen abspielen. Manche kommen sogar mit DVDs zurecht und werden zum tragbaren Kino. Auf kostengünstige CD-Rs können bis zu 200 MP3s gebrannt werden. Problematisch sind lediglich die geringe Anti-Schock-Resistenz (für MP3 bis zu drei Minuten, Audio-CD 40 Sekunden) und der hohe Energieverbrauch. Achtung: Manche Player erkennen neben MP3 auch WMA-Dateien, manche nicht. Einige akzeptieren wiederbeschreibbare CD-RWs, andere nicht.<BR><BR>Umständliche Bedienung und mickrige, unbeleuchtete Displays machen die Song-Navigation nicht selten zum lästigen Geduldsspiel. Als mustergültige Beispiele gelten hingegen Produktserien von iriver, AVC, JVC oder Thompson (Preis: 50 - 500 Euro). Exotisch muten die 8 cm-MP3-CD-Spieler an, etwa der formschöne Philips eXpanium. Die Miniatur-Scheiben haben die zugehörigen Player angenehm schrumpfen lassen. <BR><BR>Günstig für Jogger, weniger günstig für den Geldbeutel: Mini-CD-Rs sind trotz geringerer Kapazität teurer als normale CD-Rs (185 MB statt 700 MB). Außerdem passen Audio-CDs nicht mehr ins Gerät, müssen vorher also umständlich auf Mini-CD "gerippt" werden.<BR><BR>Handys können mittlerweile mehr, als nur Klingeltöne ausspucken. Dem Siemens SL45i z. B. wurde ein Musikspeicher von 32 MB spendiert. Die nächste Revolution steht bereits vor der Tür: Mobilfunkanbieter O2 hat ein neues Liederportal über die Handynetze aus dem Boden gestampft. 100 000 Songs stehen zum Download bereit - kostenpflichtig versteht sich.<BR><BR>Auch aus Fotoapparaten dudelt munter Musik</P><P>Luxuriöse Organzier von Toshiba, HP oder Acer haben mehr drauf als Handys und spielen MP3s über austauschbaren Flashspeicher (MMC/SD-Karten), so wie er auch in Digitalkameras zum Einsatz kommt. Einige Fotoapparate der neuesten Generation dudeln seit neuestem ebenfalls Musik. Etwas still geworden ist es um die MiniDisc von Sony. Das bereits 12 Jahre alte Speichermedium ist in Europa stets stiefmütterlich behandelt worden. Dabei ist das neue Flaggschiff MZ-N707 nicht unfähig. 80 Minuten MP3s sind blitzschnell vom Rechner auf die wiederbeschreibbare Disc geschaufelt. Darüber hinaus hat man damit ein properes Diktiergerät. Bei allem Spaß gilt: das Gehör schonen. Auch unter Palmen die Regler nicht exzessiv aufdrehen. Musikhören über Kopfhörer kann bis zu 110 Dezibel laut werden. Zum Vergleich: Ab 90 db(A) ist an Arbeitsplätzen der Gehörschutz gesetzlich vorgeschrieben. Und beim Radeln auf der Straße ist der Knopf im Ohr sowieso verboten. <BR><BR>Kleine Dinger mit großer Kapazität: MP3-Player. Sie sind die Renner im großen Angebot beim digitalen Abspiel-Spielzeug.<BR>Foto: AP<BR></P>

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