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Chefredakteurin Bascha Mika mit dem Geburtstagskind, der taz.

Links, alternativ und streitlustig - die taz wird 30

Vor 30 Jahren erschien die taz zum ersten Mal. Als Projekt begonnen ist sie heute erwachsen, unabhängig und geschätzt. Hier gibt's die besten Infos.

Die taz feiert ihren 30. Geburtstag. Am 17. April 1979 erschien sie zum ersten Mal mit immerhin 12 Seiten. Gemacht wurde sie von Studenten, Taxifahrern und Sozialarbeiten, schreibt Spiegels einestages.

Aus einem Projekt junger motivierter Linker ist nach 30 Jahren eine Tageszeitung geworden, die nicht mehr wegzudenken ist. Täglich erscheinen 60.000 Exemplare, deren Inhalt heute in der Rudi-Dutschke-Straße in Berlin Kreuzberg produziert werden. Prominente Unterstützer wie Christian Ströbele oder Daniel Kohn-Bendit (beide Grüne) halfen das Blatt aufzubauen und sind auch heute noch aktiv. Beim taz-Kongress vom 17. bis 19. April 2009 in Berlin werden sie Gäste sein. In einem Blog werden die Highlights festgehalten.

Heute ist die taz eine Tageszeitung, die unabhängig ist, weil sie nur zu zehn Prozent von Werbeerlösen abhängt. Das Blatt gehört seinen Lesern, sie haben Anteile an der taz-Genossenschaft. Die Anzeigenkrise macht der taz deshalb nichts aus.

Neues Layout zum Geburtstag

Pünktlich zum Geburtstag gönnt sich das links-alternative Blatt ein neues Layout. Am Samstag, 18. April erscheint die tageszeitung erstmals in neuem Gewand und mit neuer Wochenend-Beilage sonntaz, die in Zukunft jeder Wochenendausgabe beiliegt. Chefredakteurin Bascha Mika sagt zu DWDL, "Wir werden für das Wochenende etwas machen, das mit so manchen Sonntagszeitungen Schritt halten kann."

Streiten gehört bei der taz zum Programm, genau wie das Provozieren. Aktuell ist eine Karikatur des FC-Bayern-Trainers Jürgen Klinsmann Stein des Anstoßes. Nach dem verlorenen Champions-League-Viertelfinale gegen Barcelona karikierte die tageszeitung Klinsmann am Kreuz - passend zu Ostern. Der empörte Trainer erwirkte eine Unterlassung, die die taz nicht unterschrieb, wie der Spiegel berichtet. Und die Süddeutsche Zeitung wundert sich über den mangelhaften Humor des Trainers.

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