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Das Telefonieren mit dem Handy wird billiger: Wir sagen Ihnen wie

So telefonieren Sie zum halben Preis

München - Vertrag oder Prepaid? Die alten Gesetze bei den Handy-Tarifen haben sich grundlegend geändert. Wir erklären die Tarifrevolution – und verraten Ihnen, wie Sie am meisten sparen:

Jahrelang galten bei den Handytarifen die gleichen Regeln: Sparfüchse und Wenigtelefonierer besorgten sich eine vorausbezahlte Prepaid-Karte. Normal- oder Vieltelefonierer entschieden sich für einen Vertrag bei einem großen Anbieter – und freuten sich alle zwei Jahre über ein vergünstigtes Handy, meist schon für einen Euro. Das hat sich nun endgültig geändert: „Zeit für den Wechsel“, schreibt Stiftung Warentest – denn selbst für Vieltelefonierer sind Prepaid-Karten mittlerweile am günstigsten. Wir erklären die Tarifrevolution – und verraten Ihnen, wie Sie am meisten sparen:

Handy-Tipps für den Urlaub

Handy-Tipps für den Urlaub

Billiger denn je: Die Zauberformel auf dem Handymarkt lautet „8 Cent“. So wenig verlangen einige Discounter pro Minute und SMS. Bei Discotel (discotel.de) erhalten Sie am Jahresende sogar eine Gutschrift von 0,5 Cent pro Minute und SMS – macht dann nur mehr 7,5 Cent. Damit sind die Münchner derzeit günstigster Anbieter. Innerhalb eines Netzes können Sie bei Igge & Ko (igge-und-ko.de) oder Solomo (solomo.de) sogar schon für 5 Cent telefonieren. Und 9 Cent sind beim Großteil der Billiganbieter längst Standard. Grundgebühr oder Mindestumsatz entfallen meist ebenfalls – telefonieren Sie länger nicht (etwa im Urlaub), zahlen Sie auch nichts.

Einfacher denn je: Prepaid-Karte leer, umständlich neues Guthaben auf Rubbelkarten besorgen – diese Zeiten sind vorbei. Die meisten Tarife laufen heute auf Guthabenbasis: Entweder Sie überweisen vorab einen bestimmten Betrag auf ein Guthabenkonto, von dem die Gebühren abgezogen werden – ideal, um die Telefonkosten der Kids im Griff zu behalten. Oder Sie erteilen eine Einzugsermächtigung – die Karte wird automatisch wieder aufgeladen, wenn ein bestimmtes Guthaben unterschritten wird.

Flexibler denn je: Mit Prepaid-Karten schließen Sie keinen Vertrag ab – und sind flexibel, wenn Sie zu einem noch günstigeren Anbieter wechseln wollen. Sie müssen auch nicht mehr darauf achten, wann Ihr Vertrag (meist 24 Monate) ausläuft oder sich verlängert. Allerdings: Beim Wechsel müssen Sie darauf achten, ob Sie Ihre Nummer später auch mitnehmen können. Nicht alle Firmen bieten diesen Service – oder verlangen teils happige Gebühren. Discotel oder Simply berechnen bis zu 30,72 Euro, will man mit der Nummer zu anderen Anbietern umziehen. Und zu einigen Discountern wie Fonic können Sie Ihre alte Nummer gar nicht mitbringen.

Preisvergleich: Auch große Firmen haben ihre Vertragstarife teilweise deutlich reduziert und bieten maßgeschneiderte Flatratepakete an. Mit den Discountern können sie dennoch nicht mehr mithalten. Selbst der zu Recht viel gelobte „O2 O“-Tarif, bei dem Sie bei Online-Buchung maximal 51 Euro im Monat zahlen („Kosten-Airbag“), lohnt sich im Vergleich zum 8-Cent-Anbieter erst, wenn Sie mehr als 10,5 Stunden im Monat oder 637 Minuten telefonieren – das schafft kaum wer. Nachteil bei vielen Flatrates: Die Pauschale gilt meist nur in bestimmte Handynetze – in der Regel wissen Sie aber höchstens bei Ihren Familienangehörigen, in welchem Netz diese telefonieren.

Stolperfallen: Einige Discounter wie Callmobile oder Klar-mobil verlangen einen Mindestumsatz, der allerdings selten höher als ein bis drei Euro im Monat ist – erkundigen Sie sich vorab! Sondernummern wie die Auskunft sind bei den Billiganbietern oft horrend teuer – so zahlen Sie bei Fonic für die 11818 satte 2,49 Euro pro Minute! Und: Erwarten Sie von den Discountern, die an allem sparen, keinen Topservice! Nachfragen bei Problemen laufen oft ins Leere oder kosten viel Geld. Umfragen ergeben immer wieder, dass die Kunden der großen Firmen deutlich zufriedener mit sind – die Billigtarife haben ihren Preis!

Handy-Bußgeld in Europa

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Fazit: Verträge lohnen sich eigentlich nur mehr, wenn Sie Wert auf ein besonders teures Handy wie das iPhone legen oder extrem viel telefonieren – dann sind Flatrate-Tarife in alle Netze wie „O2 O“ empfehlenswert. Bei den gesunkenen Handypreisen kaufen Sie sich Ihr Telefon heute besser selber, und suchen sich dazu den besten Tarif. Prof. Bernd Skiera, E-Commerce-Experte an der Uni Frankfurt, geht davon aus, dass viele Deutsche beim Wechsel ihres Anbieters bis zu 50 Prozent sparen könnten! Noch ein Tipp: Auf Seiten wie telfish.com oder verivox.de können Sie sich Ihren idealen Tarif ausrechnen lassen und erhalten Mustervorlagen für die Kündigung Ihres bisherigen Vertrags.

Jörg Heinrich

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