Telekom startet ihre Preisoffensive

- Berlin - Die Deutsche Telekom reagiert auf den harten Wettbewerb mit einer Preis- und Produktoffensive. Die Preise sollen dafür um bis zu 30 Prozent sinken, kündigte Vorstandschef Kai-Uwe Ricke im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung (IFA) an. Kern der Strategie sind Bündelangebote von Handy- Telefonie, Festnetz, Internet sowie Unterhaltungsinhalten. Für die Bündelangebote sollen die vor allem auf Privatkunden fokussierten Sparten T-Mobile und T-Com künftig enger zusammenarbeiten.

Für 81 Euro im Monat könnten die Kunden unbegrenzt ins deutsche Festnetz und ins T-Mobile-Netz telefonieren und unbegrenzt das Internet nutzen. Ein wichtiger Baustein bei Rickes Strategie ist das neue Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL, mit dem die Grundlage für Fernsehen über das Internet gelegt werden soll. Die Preisspanne für die Tarife liegt bei 81 bis 91 Euro. Trotz der Preisnachlässe zeigten sich Experten kritisch. "Die Vergünstigungen sind positiv, allerdings sind die Tarife immer noch zu unübersichtlich", sagte Martin Gutberlet von der Marktforschungsgesellschaft Gartner.

Zudem hätte die Telekom stärker ihre exklusiven Inhalte wie die Übertragung von Spielen der Fußball-Bundesliga in den Vordergrund stellen müssen. "Das sind wirkliche Unterscheidungsmerkmale zu den Wettbewerbern." Mit der Offensive tritt Ricke auch der Kritik an seiner Führung des Konzerns entgegen. Auf Grund der schwachen Entwicklung der Telekom in Deutschland war in Medienberichten über eine vorzeitige Abberufung spekuliert worden.

Der Druck auf die Telekom wird sich durch den Einstieg von Vodafone D2 und O2 noch einmal verstärken. Die beiden Unternehmen bringen im Oktober ebenfalls ein Bündel von DSL und Handy auf den Markt -und das zu günstigeren Konditionen als die Telekom. O2-Chef Rudi Gröger will mit seinem DSL-Angebot in den ersten Monaten über 100 000 Kunden gewinnen. Vodafone will noch mehr Kunden einsammeln.

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