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Sie kicken wieder - und das schon das zweite Mal in diesem Jahr. Mit „Fifa 11" kommt ganz großer Fußball auf den Fernseher.

Fußball mit Detailverbesserungen - Fifa 11

Seit Jahren kämpfen die beiden Publisher EA und Konami um die Vorherrschaft im Fußballspiel-Sektor. In den letzten Jahren konnte EAs „Fifa“ sich an die Spitze schlagen. Doch reicht die diesjährige Version für das große Tor?

Wie es dieses Jahr auch bei „NHL 11“ der Fall ist, so verzichtet „Fifa 11“ auf großartige Sprünge in der Spielmechanik. Die Zeiten der exorbitanten Grafikverbesserungen (man denke nur an 2D-Papp-Zuschauer) sind inzwischen auch vorbei und EA konzentriert sich mehr auf neue Details und minimale Verbesserungen. Diese Stagnation ist allerdings nicht schlimm, denn das Gameplay hat sich etabliert und der Sport Fußball ist nun auch schon eine ganze Weile beliebt: Was kann da also noch schiefgehen?

Die Grafik der diesjährigen Version hat sich wieder einmal gesteigert. Zwar haben hier Konamis Kicker noch die Nase vorn, der Unterschied fällt jedoch kaum ins Gewicht.

Die Kommentatoren beispielsweise. Die beiden neuen hinter dem Mikrofon wirken austauschbar, belanglos. Höhepunkte wechseln sich mit zahlreichen Ausreißern ab und schlussendlich hätte man dann doch lieber wieder die beiden vom letzten Jahr, die wenigstens nicht zum falschen Zeitpunkt losbrüllen. Abschalten lassen sie sich glücklicherweise - und mit eigener Musik oder Audiodateien auch nach eigenem Belieben ersetzen. Importiert man beispielsweise die zahlreichen Sommer-WM-Hits, so kommt bei der, übrigens komplett spielbaren, interaktiven Weltmeisterschaft noch einmal ein wenig Nostalgie auf. Neben der WM lassen sich natürlich wieder schnelle Spiele absolvieren, Turniere oder Ligen bestreiten oder die Karriere spielen.

Wie immer kommt das Spiel mit dutzenden Ligen und hunderten Clubs daher. Hier beispielsweise Bremen und München.

Letztere unterscheidet sich dabei nur minimal von der Vorjahresversion. Ein selbst erstellter Kicker arbeitet sich im Laufe der Jahre zum Profi, Manager oder Trainer hoch, steigert dabei durch häufiges Benutzen seine Fertigkeiten und erlebt Höhen und Tiefen der Laufbahn eines Fußballers. Ein wenig an Leben fehlt es der Karriere dann aber doch, denn statt wirklich mit dem Akteur zu verschmelzen, wirft man dem Spieler ein paar Statistiken und Mails vor die Füße und schickt ihn wieder auf den Rasen. Wer möchte, der kann immerhin zwischen der Steuerung des ganzen Teams und eines einzelnen Spielers wechseln. Entscheidet man sich dabei jedoch für den Torwart, so kommt schnell Langeweile auf, da einfach zu selten der Ball in dessen Richtung kommt. Gerät er doch einmal in Bedrängnis, so muss schnell die richtige Position eingenommen und die Schussrichtung des Gegners vorausgeahnt werden - schwierig. Wer möchte, der kann online zudem mit 21 Freunden spielen, welche je einen Spieler übernehmen. Fraglich ist nur, wie oft man 21 Freunde vor deren Konsolen versammeln kann.

PC-Spieler bleiben draußen

„Nur Konsolen? Was ist mit den PC-Spielern?“ werden sich da nun einige Fragen. Die Antwort ist ebenso einfach wie ernüchternd: PC-Spieler spielen ein „Fifa 11“, das auf dem Stand des „Konsolen-Fifa 10“ ist. Die Kommentatoren sind die alten, die Torwartoption besteht nicht und auch sonst fehlt es an einigen Details und Veränderungen. Besser als die grausame Vorjahresversion ist „Fifa 11“ für den PC dennoch - aber wer die Wahl hat, der greift zur Konsolenfassung. Die Steuerung mit Controller geht - so oder so - um einiges leichter von der Hand, als eine Tastatur dies je könnte.

Jeder Club lässt sich manuell ansteuern und verwalten. Wichtig für die Modi als Trainer oder Manager.

Eine weitere Neuerung des Titels ist die Promi-Komponente. Jeder Spielerstar hat nun seine ganz bestimmten Vorteile, schießt beispielsweise besser oder bekommt mehr Möglichkeiten beim Dribbling. Durch Siege in Ligen, Turnieren oder anderen Spielen gewinnen die Spieler sogar teilweise neue Fertigkeiten und Auszeichnungen - und das ist merkbar. Ein Spieler mit „Akrobaten-Emblem“ tobt wie ein junger Brasilianer Fallrückzieher-nutzend über den Rasen, während ein Profi ohne diese Auszeichnung dies möglichst vermeidet. Zusammen mit der besseren Ballphysik ergibt sich ein weit flüssigeres Erlebnis als in den vergangenen Jahren. Ein leichtes, grafisches Aufpolieren rundet das Ergebnis schließlich ab.

Fifa 11

Ohne Altersbeschränkung Erhältlich für: PC, PS3, Xbox360

Homepage

Betrachtet man also die Vorjahresversion und wirft einen Blick auf den neuesten Teil, so ist „Fifa 11“ sicher kein Meilenstein, verbessert das Spielprinzip aber mit einigen wichtigen Details und rückt ein bisschen weiter in Richtung realistische Simulation. Fußballfans werden definitiv ihren Spaß haben, ob die wenigen Veränderungen den Preis rechtfertigen ist jedoch fraglich.

Von Jan Schmitt

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