Therapie: Von Antidepressiva bis Schlafentzug

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Psychotherapie: "Erst lasse ich den Patienten über seine negativen Gedanken und Gefühle sprechen", sagt Angelika Wagner-Link. "Der Depressive muss sich ernst genommen fühlen." Die Münchner Psychotherapeutin packt dann alles in einen Satz, wie etwa: "Keiner mag mich." Ziel der sogenannten kognitiven Verhaltenstherapie ist es, den Satz schrittweise so zu verändern, dass der Betroffene am Ende sagen kann: "Es gibt Menschen, die mich mögen." Dazu regt Wagner-Link den Patienten zu Aktivitäten an und strukturiert seinen Tagesablauf.

Antidepressiva: Bei schweren Depressionen mit Gefahr für das Leben des Betroffenen verabreichen Ärzte Medikamente. Sie müssen über vier bis sechs Monate eingenommen werden und wirken oft erst nach zwei bis vier Wochen antidepressiv. Die Nebenwirkungen, wie trockener Mund, sind laut Prof. Ulrich Hegerl "lästig, aber nicht gefährlich".

Schlafentzug als Therapie: Viele Depressive leiden unter Schlafstörungen. Paradoxerweise wirkt zwei bis drei Mal wöchentlicher Schlafentzug antidepressiv, zusätzlich zu Medikamenten oder Psychotherapie. Auf Depressive mit ausgeprägtem Morgentief wirkt Schlafentzug am besten.

Elektrokrampftherapie: Hier wird das Gehirn kurz elektrisch gereizt. Diese Therapieform ist vor allem für Depressive geeignet, die weder auf Medikamente noch auf Psychotherapie ansprechen.

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