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Eine Studie zu Dating-Apps und Flirt-Portalen hat interessante Erkenntnisse geliefert.

Studie verrät interessante Details

Tinder-Schock: So häufig wird bei Online-Flirts geschwindelt

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Ein Wisch genügt – und schon ist man quasi „weg“ vor lauter Liebe und Romantik. So sieht die moderne Partnersuche in der Werbung aus.  Der Schein trügt.

München - Denn die nackte Wahrheit bei Dating-Apps und Flirt-Portalen ist längst nicht so rosarot, wie jetzt eine Studie von Kaspersky ergab. Das Sicherheitsunternehmen hat über 21.000 Nutzer solcher Dienste in 32 Ländern befragt, und warnt nun vor „gefährlichen Liebschaften“. In die Falle gehen kann dabei praktisch jeder, wie die englische Psychologin Monica Whitty erklärt: „Sie müssen nicht ‚schwach‘ sein, um zum Opfer zu werden. Sie können eine sehr intelligente Person sein, mit einem tollen Job. Die Strategien, die die Betrüger dort verwenden, sind sehr komplex.“

57 Prozent schwindeln: Lügen und falsche Angaben im Profil sind einer der meistgehassten Aspekte beim Online-Dating. Das hält 57 Prozent der Teilnehmer aber nicht davon ab, zu schwindeln oder gar ungeniert zu lügen. Getürkt werden Namen, Alter, Beziehungsstatus, Einkommen, Wohnort oder das Foto im Profil. Bei neun Prozent der angeblich Liebeshungrigen handelt es sich um gar keinen Menschen, sondern um einen Bot, also um Software, die nur darauf angesetzt ist, sich Daten der Flirt-Partner zu erschwindeln.

13 Prozent wollen nur das Eine

Falsche Absichten: Nur 11 Prozent der Teilnehmer auf Tinder & Co. suchen tatsächlich einen Partner fürs Leben oder für die Ehe. 13 Prozent wollen schlicht und einfach Sex. 41 Prozent sind auf der Suche nach „neuen Freunden“. Und 48 Prozent flirten „zum Spaß“, ohne ernstere Absichten (Mehrfachnennungen waren möglich). Wer Apps wie Tinder als unterhaltsamen Zeitvertreib sieht, dürfte damit zurechtkommen. Für eine echte Partnersuche sind sie aber kaum geeignet.

Idealisten dürfte diese Geschichte allerdings Hoffnung verleihen. In den USA hat ein Tinder-User seine Traumfrau aus Versehen zur Seite gewischt -so hat er sie wiedergefunden.

Datenfalle: Die Mehrheit der Teilnehmer geht enorme Risiken ein. 25 Prozent nennen im Profil ihren echten Namen, 10 Prozent geben ihre Wohnadresse an. Und bei 60 Prozent lassen sich bereits über das Profil mit wenigen Klicks deren echte Identität und Social-Media-Konten herausfinden. Wer so leichtsinnig handelt, riskiert, zum Opfer von Erpressern zu werden.

Das raten Insider

Die Expertentipps: Wer online flirtet, sollte sein Smartphone, sein Tablet oder Notebook in Sachen Sicherheit auf den aktuellen Stand bringen, mit Apps wie „Avira Antivirus Security“ oder „Kaspersky Mobile Antivirus“. Denn im vermeintlich romantischen Chat ist ein manipulierter Link mit Betrugssoftware blitzschnell angeklickt. Wer vor einem möglichen Kennenlernen anonym flirten will, sollte seine Sicherheitseinstellungen bei Facebook oder Instagram verschärfen und ablehnen, dass Suchmaschinen sein Profil anzeigen. Denn sonst ist vor allem bei Frauen das Risiko groß, dass der „Flirtpartner“ plötzlich ungefragt vor der Tür steht – und sich nicht gerade als Traumprinz erweist.

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