Aus TUM-Kellern in die Pinakothek der Moderne

- Die eigene Wohnung, der Bahnhof, das Büro: Wir sind umgeben von Architektur. "Der Mensch wird in einem Haus geboren, er lebt in einem Haus, und er stirbt in einem Haus", formuliert plakativ Inez Florschütz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Architekturmuseum der Technischen Universität München (TUM). "Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Menschen auf ihre Umwelt aufmerksam zu machen."

<P>Die architektonische Vielfalt des Alltags ist nun in weiten, imposanten Sälen der Pinakothek der Moderne zu sehen - in einer Ausstellung, für die die TUM 600 Quadratmeter im Parterre des neuen Museumsgebäudes an der Gabelsbergerstraße zur Verfügung hat.</P><P> Dass sie in vierteljährlich wechselnden Ausstellungen Blitzlichter aus ihrem reichen Architekturfundus (unter anderem 300 000 Zeichnungen und 500 Modelle) präsentieren kann, sei ein Glücksfall, auf den die TUM stolz sein könne, so Florschütz. Bisher war die Sammlung meist nur für Studienzwecke zugänglich.</P><P> Ein detailgetreues Modell des 1854 erbauten Münchner Glaspalastes erwartet den Besucher hinter dem Eingang zum ersten Ausstellungsraum. Es veranschaulicht die Konstruktion des Glas-Eisen-Stahl-Komplexes, der 1931 abbrannte.</P><P> Von konstruktionsorientierten Exponaten führt der Weg über Systembauten in den dritten Raum, dessen Ausstellungsstücke sich um den Begriff Raum selbst drehen. Sofort ins Auge sticht hier das Gipsmodell eines Kugelhauses des Münchner Architekten Peter Birkenholz.</P><P> Begonnen hat die Geschichte des heutigen Museums im Jahre 1868 als Lehrsammlung der Neuen Polytechnischen Schule, der Vorgängerin der TUM. Im 1912 errichteten Neubau der Hochschule an der Gabelsbergerstraße wurde die Sammlung im Zentrum der Architekturfakultät in repräsentativen Räumlichkeiten untergebracht. Mit der Zeit verwandelte sie sich in ein Archiv für Forschungszwecke. Den Zweiten Weltkrieg überstand die Architektursammlung in Kellerräumen auf dem TUM-Gelände, die Ausstellungsräume wurden zerstört.</P><P> In den Depots blieb die Sammlung bis in die 1970er-Jahre, als der heutige Leiter des Museums, Prof. Winfried Nerdinger an die TUM kam. Seitdem wurde in den Räumen des Münchner Stadtmuseums regelmäßig eine Architektur-Ausstellung der TUM gezeigt. Doch erst in der Pinakothek der Moderne kommen die Modelle und Zeichnungen aus den Kellern nun richtig zur Geltung.<BR></P>

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