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Twitter und Online-Spiele im Visier von Hackern

München - Google testet aktuell eine neue Version seiner Suchmaschine - Die Treffer sollen noch genauer und schneller werden. Außerdem: Der kriminelle Handel mit Accounts für Online-Spiele blüht.

Hacker steuern über Twitter Botnet

Im Kurzmitteilungsdienst Twitter tummeln sich nicht nur Spammer, sondern auch Hacker. Bei der Untersuchung einer Attacke auf Twitter entdeckten Experten, dass in mindestens einem Fall ein Twitter-Account dazu genutzt wurde, um Anweisungen an ein sogenanntes Botnetz zu versenden, ein Netz infizierter Rechner. Jose Nazario von Arbor Networks erklärte, er habe einen Twitter-Account entdeckt, über den anscheinend nur unsinnige, verstümmelte Meldungen verschickt wurden. Tatsächlich habe es sich dabei um Befehle für ein Botnetz mit einigen hundert Computern zumeist in Brasilien gehandelt. Der Twitter-Account wurde abgeschaltet. Auf ähnliche Weise ging ein anderer Angreifer vor, der den Google-Dienst Jaiku verwendete. Auch dieser Account wurde gesperrt.

Spiele-Accounts im Visier von Kriminellen

Die Sicherheitsfirma G Data warnt vor einem zunehmenden Handel mit gestohlenen Gaming-Accounts. Unter den zehn meistverbreiteten Viren im ersten Halbjahr finden sich gleich zwei Schadprogramme, die es speziell auf Computerspiel-Accounts im Internet abgesehen haben. Besonders begehrt sind nach Angaben von G Data die Accounts der Spielevertriebsplattform Steam und des Online-Rollenspiels World of Warcraft (WoW). Die Handelsplattformen für die gestohlenen Zugangsdaten seien ähnlich aufgebaut wie reguläre Online-Shops, heißt es. Ein Steam-Account kostete im ersten Halbjahr je nach Zahl der installierten Spiele zwischen 2 Euro und 50 Euro, ein WoW-Account je nach Daten und Level der Charaktere zwischen 5 und 30 Euro.

Der Diebstahl von Accounts und der Handel mit ihnen sei für die Täter lukrativ und nur mit einem verhältnismäßig geringen Risiko verbunden, erklärt G Data. Bei einem Diebstahl sei es für die Opfer nur schwer möglich, dies auch zur Anzeige zu bringen. Zudem dürfte es sehr schwierig werden, den Diebstahl von imaginären Gütern, wie zum Beispiel Charakteren bei Rollenspielen anzuzeigen. Ist erst einmal Schadcode auf einen Rechner gebracht, dann soll dieser möglichst schnell als “Zombie“ in ein Botnetz eingebunden wurden. Diese Zombies können für Angriffe der verschiedensten Art ferngesteuert werden. Solche Computer werden von Kriminellen weltweit vermietet. Leistungsfähige Gamer-PCs mit schnellen DSL-Leitungen sind bei den Tätern besonders begehrt.

Google testet neue Version der Suchmaschine

Schneller, genauer und umfassender sollen die Treffer einer neuen Version von Google werden. Der Marktführer bei der Internet-Suche startete dazu einen öffentlichen Test. Dabei werden die Treffer zum Teil anders angeordnet als bisher - offenbar wurde der Algorithmus für das Ranking überarbeitet. Sobald man mit der Eingabe eines Suchbegriffs beginnt, schlägt die Web-Anwendung bereits mehrere Optionen für häufig vorkommende Begriffe vor. Wann die neue Version der Suchmaschine mit der Code-Bezeichnung “Caffeine“ eingeführt wird, ist nicht bekannt.

ap

Rubriklistenbild: © dpa

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