Service-Mitarbeiter pöbelt zurück

Telekom zofft sich mit Kunden auf Twitter

Bonn - Service ist alles, auch bei der Telekom. Als sich ein User per Twitter etwas Luft verschaffen möchte, hakt der Kundendienst nach. Die darauf folgende Diskussion eskaliert vollkommen.

Es beginnt mit einer automatisierten SMS und endet mit einem fast schon epischen Zoff bei Twitter. Die mobilen Kunden der Telekom unter uns werden es kennen: Überzieht man sein monatliches Limit an Datenvolumen bekommt man eine SMS, dass man ab jetzt nur noch gedrosselt surfen kann.

Einen Telekom-Kunden ärgerte dies aber dermaßen, dass er sich erstmal per Twitter Luft verschaffen wollte. „Nochmal so ne SMS und ich kauf den Laden und werfe dich als 1. raus @Telekom_hilft“, zwitscherte er unter seinem Account "Griesgrämer" an den Service-Account der Telekom.

Beschwerden wie diese bekommen die Mitarbeiter sicher öfter und so bemühten sie sich in ihrer Antwort zunächst einmal um einen höflichen, mit einem Augenzwinkern versehenen Ton: "Guten Tag. Sie haben geläutet. Was wollen Sie?", fragt ein Mitarbeiter den sichtlich verärgerten Kunden.

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Für den aufgebrachten Kunden offenbar eine Aufforderung zu einem Zwitscher-Duell: „SO! Passt ma auf, ihr Napfsülzen!! Wegen eurer Spotitfy-KRANKHEIT is mein Datenvolumen AM ARSCH!! Von wegen zählt nicht!!“ Spätestens hier hört für die Telekom-Leute allerdings die Freundlichkeit auf. Im schönsten Dialekt schießen die rosa Riesen zurück: „Pass ma op, mein Froind. Streaming wird vom Volumen ausgeschlossen. Offline verfügbar Machen nicht. Noch Fragen, ODER WAS?“.

Der gereizte Tonfall zieht sich, wie man hier nachlesen kann, auch durch die gesamte folgende Diskussion. Auch andere Unternehmen wie HTC oder Rossmann kommentieren die Unterhaltung mit einem oder mehreren Augenzwinkern.

Doch damit die Situation nicht vollkommen eskaliert, versucht die Telekom dann doch noch die Wogen zu glätten - auf ihre eigene Art. "So. Nun beruhigen wir uns alle wieder und ich darf arbeiten. SCHNAUZE!"

Ob das den Kunden beruhigt hat, bleibt allerdings offen.

bix

Rubriklistenbild: © dpa

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