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Überwachungskameras im Härtetest.

9 Netzwerkkameras im Test

Überwachungskameras: Mehr Sicherheit für wenig Geld

Netzwerkkameras versprechen Sicherheit und Einbruchschutz ohne den großen Installationsaufwand einer Alarmanlage – und ohne hohe Kosten. Halten diese Überwachungskameras, was sie versprechen?

Es klingt verlockend: Einfach für wenig Geld eine sogenannte IP-Kamera am Haus installieren und schon wird ein Alarm ans Handy weitergeleitet wenn sich jemand dem Haus nähert – ganz egal, wo man gerade ist. Sollte es tatsächlich ein Einbrecher sein, kann man aus der Ferne sogar die Polizei verständigen. 

In der Praxis sieht es allerdings anders aus. Denn die Bewegungsmelder von Netzwerkkameras reagieren empfindlich und lösen so oft Fehlalarme aus, dass man die Alarm-Funktion meist schnell deaktiviert. Hilfreich kann eine Überwachungskamera aber trotzdem sein, denn sie liefert für den Fall des Falles Beweismaterial – und schreckt damit viele Einbrecher von vornherein ab. 

Installation mit Fallstricken

Doch auch bei Installation und Einrichtung lassen viele Überwachungskameras zu wünschen übrig. Zwar verbinden sich die meisten inzwischen drahtlos per WLAN mit dem Router oder ihrer Basisstation, so dass man sich das Verlegen eines Kabels sparen kann, Strom brauchen die Kameras aber trotzdem, so dass man meistens zumindest ein Stromkabel von außen ins Haus führen muss. 

Es gibt aber auch IP-Kameras, die mit Batterien ausgestattet werden. Die halten meist mehrere Wochen bis sie ausgetauscht werden müssen. Nachteil: Um Strom zu sparen sind ihre Infrarot-Lampen, die die Szenerie in der Nacht mit fürs menschliche Auge unsichtbarem Infrarotlicht ausleuchten, relativ schwach, so dass man auf den Bilder nicht viel erkennen kann. 

Das größte Problem bei den meisten Netzwerkkameras ist aber, dass sie nicht gerade benutzerfreundlich sind. Als Netzwerkgeräte müssen sie ins hauseigene WLAN eingebunden werden, wer nicht technisch versiert ist, ist da schnell überfordert. Und wer dabei nicht aufpasst, sendet Livebilder seiner Terrasse womöglich ohne es zu wissen für jedermann frei zugänglich ins Internet, was erst kürzlich für Schlagzeilen sorgte. Wer nicht genau weiß, was er da tut, sollte davon lieber die Finger lassen. 

Selbst rechtlich ist die Installation von Überwachungskameras nicht ohne Fallstricke: Zeigt die Kamera nur den eigenen Garten oder den Hauseingang gibt es keine Probleme, doch schon ein Gemeinschaftseingang darf nur mit Zustimmung aller Bewohner überwacht werden. Auch der Garten des Nachbarn ist tabu, öffentliche Straßen und Wege sowieso. Man muss sich also genau überlegen, wo man eine Kamera anbringt, und was die alles im Blick hat, sonst macht man sich im schlimmsten Fall strafbar. 

Testsieger mit Batteriebetrieb

Das Test-Portal AllesBeste hat neun Outdoor-Überwachungskameras mehrere Wochen bei Schnee und Regen einem ausführlichen Praxistest unterzogen. Die gute Nachricht: Das eisige Winterwetter machte den Kameras keine Probleme. 

Testsieger wurde die batteriebetriebene Kamera Arlo von Netgear. Da sie kein Kabel braucht, ist sie sehr einfach zu installieren, aber auch bei der Bedienung schnitt sie wesentlich besser ab als die anderen Kameras im Test. Bei allen anderen sollte man sich zumindest ein wenig mit Computern und Netzwerktechnik auskennen. 

Auch mit diesen Kenntnissen bekamen die Testredakteure von AllesBeste nicht alle Kameras problemlos zum Laufen. Mal wurde kein Bild übertragen, mal brach die Funkübertragung ständig zusammen und eine Kamera wollte sich partout nicht zum Aufzeichnen von Alarm-Videos überreden lassen. 

Alles zum Testsieger und die empfehlenswerten Alternativen lesen Sie im ausführlichen Test von AllesBeste

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