Kein Witz: Berliner Flughafen BER soll im Oktober 2020 in Betrieb gehen

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Sich selbst fotografieren: Die Deutschen sind von Selfies genervt.

Ende eines Trends?

Umfrage: Deutsche von Selfies genervt

Berlin - Selfies sind mittlerweile mehr als ein Trend. Kaum jemand, der kein Selbstbild von sich in sozialen Netzwerken postet - so scheint es jedenfalls. Inzwischen sind die Deutschen aber von den Porträts genervt.

Fußballstars machen sie, Schauspieler und Musiker, aber auch Durchschnittsbürger: Selfies, Selbstporträts mit dem Smartphone. Mehr als die Hälfte der Deutschen (54 Prozent) hat schon mal ein Selfie geschossen, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab. Doch ebenfalls die Mehrheit ist von den vor allem in sozialen Netzwerken allgegenwärtigen Bildnissen mittlerweile genervt. Demnach stimmten 57 Prozent der Befragten der Aussage „Selfies finde ich allgemein nervig“ ganz oder weitestgehend zu.

In Ost und West sowie bei Männern und Frauen gibt es dabei so gut wie keine Unterschiede. Auf Ablehnung stoßen die Porträts vor allem bei Menschen, die älter als 45 sind.

Etwa drei Viertel (76 Prozent) der Deutschen sind zudem der Meinung, dass zu viele Selfies veröffentlicht werden - und 87 Prozent meinen, dass die Selbstporträts „manchmal peinlich“ seien. Hingegen findet nur ein knappes Drittel (31 Prozent) die Schnappschüsse anderer Menschen interessant.

Selfies sind vor allem unter jungen Menschen beliebt - das spiegelt auch die Umfrage wider. 92 Prozent der 18- bis 24-Jährigen haben schon einmal ein Selbstbild mit ihrem Smartphone gemacht, bei den 25- bis 34-Jährigen sind es noch rund drei Viertel. Hauptziel dabei: Erinnerungen festzuhalten, ganz allgemein (48 Prozent) oder speziell im Urlaub (38 Prozent).

Jedes fünfte Selfie entsteht demnach in einer Gruppe - bekannt sind vor allem Fotos jubelnder Fußballer aus der Mannschaftskabine nach einem Sieg. Empfänger der Bilder sind in erster Linie Freunde (46 Prozent) und Familie (40 Prozent). Um ein Foto von sich selbst zu haben, greifen demnach nur 15 Prozent der Befragten zum Handy oder Tablet.

dpa

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