Die Universität macht Schule

TUM arbeitet mit Gymnasien zusammen: - Die Technische Universität München (TUM) arbeitet künftig enger mit zehn bayerischen Gymnasien zusammen. Nicht nur Schüler sollen von der Kooperation zwischen Schule und Uni profitieren, auch angehende Lehrer an der TUM "sollen die Schule aus einem anderen Blickwinkel kennen lernen", so Koordinatorin Eva Sandmann von der TUM.

Die Lehramtsstudenten können künftig bereits nach dem ersten Semester studienbegleitend Blockpraktika an den Schulen machen, statt wie bisher ein Blockpraktikum in der Mitte des Studiums. Bis jetzt mussten sich die Studenten für ihr Praktikum meist selbst um eine Schule bemühen. "Mit dem neuen TUMpaedagogicum wird das von uns organisiert", sagt Sandmann. Die zehn beteiligten Gymnasien sehen das auch als "Nachwuchsprogramm".

Positives Echo auf die neuen Praktika kommt von Seiten der Lehramtsstudenten. "Das ist auf alle Fälle eine Verbesserung", sagt Quirin Stapfer, TUM-Lehramtsstudent. Im früheren Blockpraktikum sei man ja sowieso nur "als Zuschauer im Unterricht" gesessen. Ina Beyer lobt die "bessere Zusammenarbeit zwischen Uni und Schulen". "Jetzt wissen die teilnehmenden Schulen genau, was wir im Studium lernen", sagt die Studentin. Die Idee, die Lehramtsstudenten nur an kooperierende Schulen zu schicken, hält auch Veronika Huber, angehende Biologie- und Chemielehrerin, für "sinnvoll". Da würden sich die betreuenden Lehrer wirklich um die Studenten kümmern.

Nutznießer der Kooperation werden nicht nur Lehramtsstudenten der TUM sein. Die Schüler der Partner-Schulen aus Penzberg, München, Erding, Miesbach und anderen Städten dürfen sich ihrerseits auf Versuche im TUMlab im Deutschen Museum freuen. Dort können sie Roboter bauen, eine Fertigungsstraße programmieren oder am Computer Moleküle zusammensetzen. Den Versuchen aus dem Maschinenwesen, der Elektrotechnik und der Chemie sollen laut Sandmann in den nächsten zwei Jahren andere folgen: in den TUMScienceLabs.

Zusätzlich soll auch ein Programm für begabte Schüler in Informatik starten. Sie können sich noch vor dem Studium Vorlesungen an der TUM anhören. "In naher Zukunft wollen wir das Hochbegabtenprogramm auch auf andere Fächer ausweiten", sagt Sandmann.

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