Universum gleicht großem Fußball

- Das Weltall hat nach Berechnungen eines französisch-amerikanischen Astronomenteams die Form eines überdimensionalen Fußballs. Diese Struktur passe am besten zu den jüngsten Satelliten-Beobachtungen des Urknall-Echos, schreiben Jeffrey Weeks und Kollegen im britischen Fachjournal "Nature" (Bd. 425, S. 593) von diesem Donnerstag.

<P>London - Sollte sich dieses Modell bestätigen, sei damit auch die mindestens zwei Jahrtausende alte Frage beantwortet, ob das Weltall begrenzt oder unendlich groß sei. Der Kosmos wäre demnach endlich und hätte einen Durchmesser von rund 70 Milliarden Lichtjahren, wie das britische Wissenschaftsmagazin "New Scientist" (Nr. 2416, S. 6) vom kommenden Samstag berichtet.</P><P>Weeks und Kollegen stützen ihren Vorschlag auf Daten des NASA-Satelliten WMAP, der seit Sommer 2001 das Echo des Urknalls beobachtet. In dieser allgegenwärtigen Kosmischen Hintergrundstrahlung fahndet der Satellit nach winzigen Temperaturschwankungen. Dabei stellte sich heraus, dass sehr großräumige derartige Schwankungen viel schwächer sind, als bei einem unendlich großen Universum zu erwarten wären. Möglicherweise sei im Kosmos einfach nicht genug Platz für die sehr großräumigen Schwankungen, meinen die Forscher.</P><P>Da der überdimensionale Fußball allerdings auf bizarre Weise an seinen Außenflächen mit sich selbst verknüpft wäre, würde das Weltall dennoch grenzenlos erscheinen: Lichtstrahlen und Raumschiffe, die durch eine Grenzfläche hindurchfliegen, würden sofort durch die gegenüberliegende Fläche wieder in das Gebilde hineinkommen.</P><P>Allerdings sollten in einem solchen mit sich selbst verknüpften Fußball-Universum bestimmte Muster in der Hintergrundstrahlung zu sehen sein, die bei der Suche durch andere Gruppen bislang nicht gefunden wurden, wie der "New Scientist" schreibt. Diese Suche dauere noch an. Sollte sie jedoch erfolglos bleiben, würde dies doch ein unendliches oder zumindest sehr großes Weltall nahe legen. Der beobachtete Mangel großräumiger Temperaturschwankungen in der Hintergrundstrahlung könnte auch Zufall sein.</P>

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