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Facebook will Profilbilder der Nutzer in Werbe-Einträgen verwenden.

US-Datenschützer verfassen Brief

Kritik an Facebooks neuen Werbe-Regeln

Berlin - Das soziale Netzwerk Facebook ändert seine Nutzungsbedingungen, darunter auch die Regeln zur Werbung. Das rief mehrere US-Gruppen auf den Plan.

Mehrere amerikanische Datenschutzgruppen haben die geplante Regeländerung von Facebook kritisiert. Sie schrieben einen Brief an die US-Aufsichtsbehörde FTC, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag.

Darin kritisierten sie, dass Facebook sich künftig die automatische Erlaubnis zusichern will, Profilbilder der Nutzer in Werbe-Einträgen zu verwenden. Facebook dagegen verweist darauf, dass die Änderung nur die bestehende Werbepraxis für die Nutzer verständlicher machen soll.

Dabei geht es um die sogenannten „sponsored posts“. Bei diesen Werbe-Einträgen auf Facebook könnte zum Beispiel ein Produkt mit dem Bild und Namen eines Facebook-Nutzers angepriesen werden. Ein anderer Nutzer sieht dann das Profilbild eines seiner Facebook-Kontakte gemeinsam mit der Botschaft eines Unternehmens, bei dessen Facebook-Auftritt der Freund auf „Gefällt mir“ geklickt hat. Die Firmen bezahlen Facebook dafür, solche Updates in den Nachrichtenstrom der Nutzer zu platzieren.

Werbung nicht immer als solche gekennzeichnet

In den neuen Nutzungsbedingungen heißt es nun: „Du erteilst uns deine Erlaubnis zur Nutzung deines Namens, Profilbilds, deiner Inhalte und Informationen im Zusammenhang mit kommerziellen, gesponserten oder verwandten Inhalten (z. B. eine Marke, die dir gefällt)“. Das gelte auch für minderjährige Nutzer. Sie versichern der Richtlinie zufolge, dass ein Elternteil den Facebook-Regeln zugestimmt habe. Bei Facebook dürfen sich offiziell erst Jugendliche ab 13 anmelden. Außerdem schreibt Facebook, dass Werbung nicht immer als solche gekennzeichnet werden solle.

Facebook zufolge dient die Änderung dazu, die bisherigen Regeln klarzustellen. „Wir haben unsere Werbepraktiken oder -politik nicht geändert - wir machen die Dinge nur deutlicher für die Menschen, die unseren Dienst nutzen“, erklärte das Netzwerk. Die neue Erklärung solle deutlicher machen, welche Befugnisse Nutzer dem Netzwerk einräumen.

Allerdings gibt es für Facebook-Mitglieder in Deutschland eine Sonderregelung: In den deutschen Regeln wird ausdrücklich erwähnt, dass Mitglieder diese Funktion ausschalten können. Das geht in den Einstellungen zur Privatsphäre unter dem Bereich „Werbung“.

dpa

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