Fünf Gerüchte im großen Check

PC-Mythen: Darf man USB-Sticks wirklich nicht einfach abziehen?

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München - Wir nutzen sie tätglich: Smartphones und PCs sind nicht mehr aus unseren Leben wegzudenken. Trotzdem kreisen noch unzählige Mythen um die Allroundtalente. Wir haben uns fünf der am meisten verbreiteten genauer angeschaut.

Beim Thema PC und Handy überschlagen sich die Mythen. Seit es die Wunder-Dinger gibt, hört man von Regeln, darüber was man machen darf und was man lieber lassen sollte. Doch was ist wirklich an diesen Regeln dran und sind sie überhaupt noch zeitgemäß?

Watson.ch, ein Schweizer Newsportal, hat Experten von Fachzeitschriften gefragt, an welchen Mythen rund um Smartphone und PC, etwas dran ist. Wir haben die fünf häufigsten PC-Mythen für Sie zusammen gefasst.

Mythos 1: USB-Speicher können kaputtgehen, wenn man sie ohne Abmelden vom Rechner abzieht

"Ein typischer Mythos, den ich mit einem Jein beantworten würde", sagt Georg Schnurer vom Magazin "c't" zu watson.ch. "Die Geräte selbst können in der Regel nicht kaputtgehen." Die Daten aber sehr wohl – nämlich dann, wenn gerade noch ein Schreibvorgang läuft, vielleicht auch unsichtbar im Hintergrund. Die Schäden könnten so weit gehen, dass das Laufwerk überhaupt nicht mehr lesbar ist und der USB-Stick neu formatiert werden muss: "Dann sind die Daten futsch."

Mythos 2: Nur ganz leere Notebook-Akkus dürfen wieder aufgeladen werden

"Nein, für Lithium-Ionen-Akkus gilt das nicht mehr", stellt Thomas Rau gegenüber watson.ch fest. "Notebook-Hersteller empfehlen eine einmalige komplette Entladung bei einem neuen Akku nur deshalb, damit sich die Ladestandanzeige des Betriebssystems oder von Software-Tools mit dem neuen Akku kalibrieren kann."

Mythos 3: Der Rechner kann kaputtgehen, wenn man ihn mitten im Betrieb ausschaltet.

Einschätzung: Ja, aber auch nein. Die Hardware, also das Gerät selbst, steckt so ein Ausschalten problemlos weg. Allerdings können das Betriebssystem oder ein Programm beschädigt werden, wenn durch das Ausschalten ein Schreibprozess unterbrochen wird, erklärt Christoph de Leuw von der Zeitschrift "Computerbild" zu watson.ch

Mythos 4: Mit Stromsparprozessoren spart man auf jeden Fall Energie

Nein. Sie sind auf geringe Abwärme bei geringer Rechenleistung getrimmt, spielen aber fast nur bei Notebooks eine Rolle. Solche Prozessoren seien ein Hinweis darauf, aber keine Garantie dafür, dass das Gerät eine lange Akku-Laufzeit hat, sagt Georg Schnurer. Denn selbst wenn der Prozessor sparsam ist, könne der Rechner immer noch so schlecht designt sein, dass die übrige Komponenten den Akku schnell leersaugen.

Mythos 5: Man sollte 15 Sekunden warten, bis man einen PC neu startet

"Dafür gibt es keinen Grund", meint Michael Schmelzle von der "PC Welt" auf watson.ch - es sei denn, der BIOS-Chip soll zurückgesetzt werden. "Dieser benötigt etwa 15 Sekunden, um sich zu entladen." Ansonsten brauche man sich bei heutigen Rechnern keine Sorgen machen.

mpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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