UV-Strahlung in Bayern bis 2050 erhöht

- Zukunftsorientierte Forschung, die sich im Ergebnis auch wirtschaftlich verwerten lässt, das ist das Ziel der Bayerischen Forschungsverbünde, von denen es derzeit 18 gibt. Wir stellen die von der Bayerischen Forschungsstiftung oder dem Wissenschaftsministerium geförderten Verbünde auf dieser Seite vor, weil hier gezielt die Hochschulforschung unterstützt wird. Heute: "BayForUV". Die Forscher im Verbund BayForUV befassen sich mit der UV-Strahlungsintensität in Bayern und den Auswirkungen auf Mensch, Tier und Pflanze.

<P>Die ersten Ergebnisse, die jetzt in München bei einer Tagung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften vorgestellt wurden, zeigen, dass die aktuellen, im Vergleich zu 1970 erhöhten UV-Werte noch für Jahrzehnte erhöht bleiben werden. Für die Zeit um 2050 ist damit zu rechnen, dass die UV-Strahlungswerte im Sommer und Herbst wieder auf das Niveau von 1970 zurückgehen werden. "Vor allem im Frühling, wenn die menschliche Haut nach dem Winter noch nicht an Sonnenstrahlung gewöhnt ist, wird jedoch auch im Jahr 2050 die UV-Strahlung noch über den Werten von 1970 liegen", so das Fazit des Verbund-Sprechers, des Würzburger Botanik-Professors Markus Riederer. <BR><BR>Partner des Verbunds sind Uni-Institute und freie Forschungseinrichtungen, wie das Institut für Meteorologie und Klimaforschung, FZK, in Garmisch-Partenkirchen. In 13 Projekten untersuchen Meteorologen und Atmosphärenforscher die UV-Strahlungsintensität, Mediziner, Botaniker und Biochemiker die Folgen für die Umwelt. Vor allem geht es um Hautkrebs beim Menschen, Schädigung von Agrarprodukten, Entstehung und Abbau bodennaher Luftschadstoffe.<BR><BR>Computermodelle ermöglichen den Wissenschaftlern die Vorhersage der UV-Strahlung in den nächsten Jahrzehnten. Die Basis für die Simulationen liefern die für die UV-Strahlung entscheidenden Atmosphärenparameter Ozonschichtdicke und Bewölkung. Für eine Prognose der UV-Strahlung im Zeitrahmen von Tagen werden die Ergebnisse der Wettervorhersage, etwa des Deutschen Wetterdienstes benutzt. Für Vorhersagen über Jahrzehnte dienen aufwendige Klimasimulationen. In ihnen werden Ozonschichtdicke und Bewölkung berechnet.<BR><BR>"Damit lässt sich", wie Riederer erläutert "die UV-Strahlungsintensität für typische Atmosphärenbedingungen zum gewünschten Zeitpunkt ermitteln." <BR><BR>Wichtigster Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs ist vermutlich die Art der UV-Bestrahlung und nicht ihre Menge, das ist ein anderes Ergebnis. Auf ungebräunter Haut führen hohe UV-Dosen zu einem Sonnenbrand und sind besonders gefährlich. Vor allem die Spitzenwerte im Frühjahr und Frühsommer gefährden viele Menschen, die die ersten warmen Strahlen für ein ausgiebiges Sonnenbad gegen die vornehme Winterblässe nutzen. Deshalb sehen Mediziner wie Meteorologen den Jahrhundertsommer kritisch, da viele Menschen ihre verträgliche UV-Dosis überschritten haben. <BR></P>

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