Verbraucherschützer raten bei Preissuchmaschinen zur Vorsicht

Düsseldorf - Schnäppchenjäger im Internet sollten sich nicht allein auf eine einzige Preissuchmaschine verlassen. Nach einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen ist jeder Dritte der angezeigten Bestpreise unpräzise oder falsch.

Vor allem bei den Versandkosten patzten laut Test die sechs begutachteten Suchmaschinen. Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten daher mindestens zwei bis drei Preis-Detektive auf Netz-Recherche geschickt werden, raten die Verbraucherschützer.

Bei zwölf von 30 Versuchen schafften es die sechs Suchmaschinen den Angaben zufolge nicht, die Schnäppchenpreise aus den Prospekten des Elektroeinzelhandels zu schlagen. Überfordert zeigten sich die Portale auch bei den separat auszuweisenden Versandkosten: In fast jedem dritten Fall wurden sie erst gar nicht benannt oder wichen zwischen 20 und 35 Euro nach oben oder unten von den Angaben der Onlineshops ab.

Vor allem bei gestaffelten Versandkosten oder zusätzlichen Verpackungspauschalen zeigten sich laut Verbraucherzentrale häufig Diskrepanzen. Probleme bereitete den Suchmaschinen auch das Sortieren des Gesamtpreises. Das preiswerteste Angebot verbarg sich demnach oftmals weiter hinten in den Rankings und musste mühsam herausgefiltert werden.

Bei ihrer Stichprobenuntersuchung konnte die Verbraucherzentrale aber auch ein erfreuliches Ergebnis verzeichnen: Unverbindliche Preisempfehlungen von Herstellern unterboten die sechs getesteten Preissucher im Schnitt um knapp 30 Prozent - in der Spitze sogar um bis zu 45 Prozent.

(ap)

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