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Tickets für ein virtuelles "Spiel der Herzen" sollen die Jenaer Fans nun kaufen.

Karten für ein Spiel, das nicht stattfindet

Das Finanzloch des FC Carl Zeiss Jena ist groß: 950.000 Euro fehlen dem Drittligisten. Nun sollen treue Fans mit dem Kauf von virtuellen "Tickets der Herzen" den Verein refinanzieren.

Namentlich verewigt wird der treue Fan von Carl Zeiss Jena, wenn er ein Ticket für das virtuelle Ernst-Abbe-Sportfeld kauft. Dazu bekommt er seinen ganz persönlichen Platz im Paradies. Und er leistet seinen persönlichen Beitrag im Rahmen der Kampagne "Jena im Herzen" - so heißt es auf der Vereinshomepage des Fußballclubs.   

Mitte Januar 2010 soll das Stadion des FC Carl Zeiss Jena originalgetreu und dreidimensional im virtuellen Raum abgebildet werden, auf der noch nicht vorhandenen Seite www.im-paradies-ist-noch-platz.de. Fans sollen für dieses Stadion "Tickets der Herzen" erwerben und den FC so finanziell unterstützen. "Wir rufen unsere treuen Fans auf, sich eine Karte zu kaufen für ein ‚Spiel’, das nicht stattfindet", sagt Jena-Geschäftsführer Andreas Trautmann. "Auch wenn die Idee verrückt klingt, sind wir davon überzeugt, dass es uns gelingt, als erster Verein weltweit ein virtuelles Stadion auszuverkaufen."

Die Preise für die Karten entsprechen denen der üblichen Kartenpreise bei Drittligaspielen - zwischen 8 und 2 Euro. Jeder Käufer erhält zusätzlich zu seiner Eintrittskarte ein "Herzifikat" - die offizielle Unterstützerurkunde der Kampagne "Jena im Herzen".

Als "Spiel der Herzen" bezeichnet Trautmann diese Aktion, und es sei "womöglich eines der wichtigsten der jüngeren Vergangenheit für unseren FCC". Ob sich die Fans an dem Ticketverkauf rege beteiligen werden, wird sich bald zeigen: Seit heute ist der Vorverkauf eröffnet.

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