Verirrt im Hanffeld

- Auf einem Feld in Pulling bei Freising bauen Studenten der Fachhochschule Freising Hanf an. Mit Haschisch und Marihuana haben sie dennoch nichts am Hut: Mit einem Labyrinth wollen die Studenten für Hanf als nachwachsenden Rohstoff werben und gleichzeitig Praxisluft schnuppern.

Ein Landwirt half den Studenten Ende März mit schwerem Gerät bei der Aussaat der Hanfsamen. Sechs Wochen später mussten sie wieder aufs Feld. Mit Motorsensen bewaffnet und mit Schutzhelmen ausgestattet mähten die Studenten die Wege des künftigen Irrgartens frei und legten sie mit Stroh aus. Wo die Hanfpflanzen weichen sollten, bestimmte ein Satellitennavigationssystem.

Passend zur Weltmeisterschaft ziert nun ein Fußballmotiv den Acker. Zu sehen ist es nur aus der Luft: Um so spannender war für die Studenten der erste Blick von der 35 Meter hohen Hebebühne.

Seit vergangenem Samstag können sich die Besucher nun im Hanf verirren. Doch wer glaubt, auf dem Acker Drogenpartys feiern zu können, liegt falsch. So genannter Nutzhanf (Cannabis sativa) ist es, den die Studenten angebaut haben - mit einem Wirkstoffgehalt von unter 0,3 Prozent. Denn nicht für Haschisch und Marihuana, sondern für Hanf als nachwachsenden Rohstoff wollen Markus Sauerhammer und Christian Gehret, die Initiatoren des ungewöhnlichen Projekts, werben. Der Pflanze eilt ein schlechter Ruf voraus. Doch kaum einer kennt ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, ob als Dämmstoff oder als Getränk.

Ganz nebenbei tun die Studenten auch etwas für ihr Studium: Ob Organisieren, Kontakte mit Sponsoren knüpfen oder Öffentlichkeitsarbeit: die wertvolle Praxiserfahrung soll den Agrarmarketing- und Management-Studenten den Weg ins Berufsleben erleichtern.

Noch bis Mitte September können sich die Besucher täglich von 10 bis 20 Uhr im Hanf verlaufen. Romantische Abende für Verliebte, ein Ritterfest, Partys und Konzerte warten auf alle, die das Besondere suchen. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.hanflabyrinth-bayern.de.

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