Verkanntes Metall

- Kein Metall hat einen so zweifelhaften Ruf wie das Blei. Wegen seines Gewichts und seiner mattgrauen Farbe ist es die Metapher für Schweres und Bedrückendes. Bleischwer sieht der Himmel kurz vor einem Unwetter aus, man spricht von bleierner Zeit und Negatives drückt uns bleischwer. Zudem ist das Metall giftig.

<P>Berühmtestes Opfer von zu häufigem Bleigenuss wurde im Jahre 1827 der Komponist Ludwig van Beethoven. Zu Beethovens Zeit versetzte man billigen Wein mit sehr viel Blei, um ihn schmackhafter zu machen.<BR>Doch wer dieses Element genauer kennt, schätzt seine einzigartigen Eigenschaften.<BR><BR>Mit Vorurteilen gegen das Blei will eine Ausstellung der Münchner Geologen der Ludwig-Maximilians-Universität aufräumen. Sie zeigen in ihren Räumen in der Luisentraße 37 alle Aspekte rund um das Metall.<BR><BR>Angefangen von seiner Entstehung und der chemischen Zusammensetzung über seine Nutzung bis hin zum Recycling erklären die Geologen, warum Blei aus unserem Leben nicht wegzudenken ist.<BR><BR>Zudem nehmen die Geologen den Bleistift aus der Schusslinie, von dem oft behauptet wird, dass seine Inhaltsstoffe giftig wären. "In Bleistiften befindet sich lediglich ungiftiges Graphit", erklärt Stefan Hölzl, der Initiator der Ausstellung.<BR>"Den Namen ,Bleistift" hat man im 17. Jahrhundert aus dem englischen Wort für Graphit ,plumpago" übernommen, was ,bleiähnlich" bedeutet," sagt Hölzl. "Noch heute werden Bleistifte wie damals aus Graphit, gemischt mit Ton und Wasser hergestellt.<BR><BR>Die Ausstellung "Blei" im Geologischen Institut ist geöffnet von Montag bis Freitag, von 8 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. <BR><BR></P>

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