Vermutlich ältester Baum der Welt in Kalifornien liefert Sämlinge

- San Francisco - US-Wissenschaftlern ist es gelungen den vermutlich ältesten Baum der Welt zu vermehren. Von einer 4768 Jahre alten Grannenkiefer (Bristlecone Pine), die in den White Mountains in Kalifornien steht, gibt es nun acht Sämlinge, die auf einem Nährmedium gezüchtet wurden. Im vergangenen Oktober hatten die Mitarbeiter des Champion Tree Projects den Vermehrungsversuch begonnen. Unter Aufsicht der Forstbehörde sammelten sie einige Zweige, Nadeln und Zapfen des Baumes, dessen Standort geheim gehalten wird.

<P>Einige der etwa acht Zentimeter großen Sämlinge sollen in botanischen Gärten in den USA aufgezogen werden. Die übrigen werden für Klonversuche verwendet, berichtete am Dienstag der "San Francisco Chronicle". Jared Milarch vom Champion Tree Project will Triebe des alten Baumes auf die Sämlinge aufpfropfen und damit genetisch identische Klone schaffen. "Dieser Baum war ein Sämling zu einer Zeit als Bauwerke wie die Pyramiden in Ägypten und Stonehenge geschaffen wurden", berichtet der Wissenschaftler.</P><P>Rund 20 Methusaleme, wie die ältesten Bäume in dem Bristlecone- Wald genannt werden, sind über 4000 Jahre alt. Die knorrigen, wenige Meter hohen Kiefern wachsen nahe der Baumgrenze auf einer Höhe von 2000 bis 4300 Metern. Sie gedeihen nur im Westen der USA. John Louth von der Waldbehörde führt die Langlebigkeit der Bäume unter anderem auf ihr langsames Wachstum zurück. Sie seien "kaum lebendig" und würden nur an 45 Tagen im Jahr wachsen, erklärte der Forstmanager.</P><P>David Milarch, Gründer des Champion Tree Projects, verfolgt das Ziel, ein "lebendiges Baumarchiv" anzulegen, damit Ableger besonderer Bäume der Nachwelt erhalten bleiben. Die bisher älteste Grannenkiefer war in den 60er Jahren mit Erlaubnis der Forstbehörde für Studienzwecke gefällt worden. Nach Auszählung der Baumringe wurde ihr Alter mit 4844 Jahren angegeben. Baumkundler glauben, dass die Methusaleme über 5000 Jahre alt werden können.</P>

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