Vernetzte Leistung beim menschlichen Sehen

- Das Versuchslabor am Lehrstuhl für Allgemeine und Experimentelle Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) ist abgedunkelt und schalldicht isoliert. Nichts soll die Probandin ablenken von den kurzen Lichtblitzen, die auf ihre Augen treffen.

<P>Mit dem Versuch sollen bei der Testperson Halluzinationen hervorgerufen werden, die ihr ein Farbsehen, das in der Realität nicht vorhanden ist, vorspielen. Über die Messung der Gehirnströme wollen die Psychologen um Professor Herrmann Müller herausfinden, wie das Gehirn aus dem Flackern der Reize sinnvolle Informationen erzeugt. "Die visuelle Aufmerksamkeit, mit der wir uns hier am Lehrstuhl vor allem beschäftigen, ist eine vernetzte Leistung, bei der viele Areale im Gehirn zusammenarbeiten", erklärt Peter Bublak, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl. "Uns interessiert vor allem, wie der Mensch aus der Fülle von visuellen Informationen, die für ihn wichtigen herausfiltert." <BR><BR>Neben dem Diplomstudiengang "Psychologie" bieten die Psychologen ab dem Wintersemester einen englischsprachigen, einjährigen Bachelor- und einen anschließenden, nochmals einjährigen Masterstudiengang "neuro cognitive psychology" an. <BR><BR>"Der neue Studiengang hat zwei Schwerpunkte", sagt Bublak. "Zunächst wollen wir die Grundlagen der neuro-kognitiven Psychologie vermitteln. Danach sollen die Studenten die Anwendung der Theorie am Menschen erlernen, um etwa in Experimenten neuro-kognitive Störungen zu erkennen. <BR>Mit beteiligt an dem internationalen Studienprogramm sind auch die Universitäten in Regensburg und Würzburg, sowie verschiedene Forschungseinrichtungen, wie das Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.<BR><BR>Das Bewerbungsverfahren für die 20 Plätze des Studiengangs läuft noch bis zum 31. Juli. Am 6. Juli findet am Lehrstuhl, Leopoldstraße 13 um 18 Uhr im Raum 3232 eine Informationsveranstaltung statt.</P><P><BR> </P>

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