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Blausterne und Schneeglöckchen. Foto: Uli Deck

Verschiedene Fisheye-Objektive: zirkular und linear

Fischeye-Objektive fallen durch ihre ausgefallenen Aufnahmewinkel und ihre starke Verzeichnung auf. Die Vielblicker-Linsen gibt es in zwei Ausführungen - von denen jede ihren eigenen Einsatzbereich hat.

München (dpa/tmn) - Fisheye-Objektive mit ihrer kurzen Brennweite erlauben anspruchsvollen Hobbyfotografen außergewöhnliche Perspektiven mit sehr großen Blickwinkeln. Es gibt sie für System- und Spiegelreflexkameras als zirkulare Linsen mit 180 Grad Blickwinkel von jedem Punkt des Bildrandes aus.

Oder man nimmt ein sogenanntes diagonales Objektiv. Hierbei gibt es nur in der Horizontalen die vollen 180 Grad Blickwinkel. Deswegen lassen sich mit den zirkularen Fisheye-Objektive leichter Kugelpanoramen herstellen.

Die Rundumsichten mit 360 Grad horizontalem und 180 Grad vertikalem Blickwinkel können mit dem Zirkularobjektiv in nur vier Einzelaufnahmen eingefangen und mit geeigneter Software später am Computer zusammengesetzt werden, erläutert die Zeitschrift "Colorfoto" (Ausgabe 5/2016). Ein optionales fünftes Bild nach unten kann die Kugel schließen und vermeidet das unschöne Bodenloch. Mit einem diagonalen Fisheye wären wesentlich mehr Einzelbilder nötig.

Charakteristisch für beide Objektivformen ist die starke tonnenförmige Verzeichnung. Gerade Linien werden zum Bildrand hin immer stärker gekrümmt. Nur in der Bildmitte bleiben sie gerade. Mit entsprechender Software lassen sich die Verzeichnungen in der Nachbearbeitung aber auch entfernen. Dazu sollte das Bild am besten im RAW-Format aufgenommen werden, da durch die Umwandlung die Bildqualität leidet und Informationen am Rand verloren gehen.

Ebenfalls charakteristisch ist die beinahe unendliche Tiefenschärfe. Bei mäßigen Blenden bis f5,6 oder f8 sind die Aufnahmen abgesehen vom Nahbereich bis 50 Zentimeter ohne großes Fokussieren durchgehend scharf.

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