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weil die Grenze zwischen Nicaragua und Costa Rica bei Google Maps angeblich falsch eingezeichnet war, kam es zu einem Grenzkonflikt der beiden südamerikanischen Länder.

Aus Versehen: Militär marschiert in Costa Rica ein

Santo Domingo - Nicaraguanisches Militär ist angeblich aus Versehen in Costa Rica einmaschiert. Der offizielle Grund: Eine falsch eingezeichnete Grenze bei Google Maps.

Weil sich ein Kommandant des nicaraguanischen Militärs bei der Planung seiner Route auf die Karten von Google Maps verlassen hat, ist es laut spiegel.de zu einem Grenzkonflikt mit dem Nachbarland Costa Rica gekommen. So lautet zumindest die offizielle Begründung für das Überschreiten der Grenze.

Der Militärtrupp übertrat mit Selbstverständlichkeit die Grenze, ersetzte eine Fahne Costa Ricas durch eine Nicaraguas und begann ein Camp einzurichten sowie einen Fluss auszubaggern. Interpretiert man den Vorfall böswillig, könnte man von einer Invasion sprechen.

Doch soweit will Nicaragua nicht gehen und behauptet, das Kartenmaterial des Internetdienstes Google sei fehlerhaft gewesen. Google bestätigt den Fehler prompt. Man habe tatsächlich eine Karte mit falsch eingezeichneter Grenze vom US-Außenministerium erhalten. Ein Update behebe den Fehler laut Google Firmenblog allerdings.

Der Konflikt könnte damit beigelegt sein. Zumal es zu keiner militärischen Auseinandersetzung kam, weil Costa Rica nicht über ein eigenes Militär verfügt. Doch so einfach liegen die Dinge nicht. Die Organisation Amerikanischer Staaten hat nun ihren Generalsekretär José Miguel Insulza nach Nicaragua geschickt, um den Konflikt der beiden südamerikanischen Nachbarländer schlichten zu helfen. Costa Rica unterstellt Nicaragua nämlich, nicht schnell genug reagiert zu haben. Der Konflikt könnte noch länger andauern.

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