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Das Video von der wütenden Radlerin wurde millionenfach geklickt und geteilt.

Millionen Klicks in den sozialen Netzwerken

Video von wütender Radlerin ist fake - Sie sollten es trotzdem teilen

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London - Seit kurzem kursiert im Netz ein Video, in dem eine Frau sich rabiat gegen die üble Anmache eines Autofahrers wehrt. Wie sich herausstellt, ist es inszeniert. Doch es hat eine wichtige Botschaft.

Mehr als zwei Millionen Klicks hat ein YouTube-Clip in nur zwei Tagen gesammelt, er ist derzeit auf Platz 1 der „Trends“ der Video-Plattform und wird von vielen fleißig geteilt. Medienberichten zufolge hat es seinen Ursprung auf einer Facebook-Seite.

Im Video wird eine junge Radfahrerin von dem Mann, der auf dem Beifahrersitz eines Transporters sitzt, aufs Übelste angemacht. Als sie neben ihm an einer roten Ampel hält, verlangt er rüde nach ihrer Telefonnummer. Sie antwortet, er solle verschwinden und haut wütend gegen den Außenspiegel des Autos, da packt er sie aus seinem offenen Fenster am Arm. „Halt die Schnauze, du Schlampe. Hast du deine Regelblutung?“, brüllt er sie an, grabscht erneut nach ihr und beleidigt bei der Gelegenheit gleich noch die Eltern der Radlerin auf unflätige Weise. Die schlägt seine Hand weg, worauf der Mann seine Taktik ändert und es mit Charme versucht - oder was er dafür hält. „Sei doch nicht so. Lass uns was trinken gehen“, schlägt er vor.

Als die Ampel auf Grün schaltet, rast die Brünette dem davonbrausenden Transporter wütend hinterher. Ein paar Meter weiter hat sie das Gefährt, das auf einem Parkplatz abgestellt ist, eingeholt. Jetzt ist der Zeitpunkt für ihre Rache gekommen: Die junge Frau hält neben der Fahrertür des Wagens an, reißt mit Gewalt den Außenspiegel ab und wirft ihn auf den Boden. Dann sucht sie schnell das Weite.

Das steckt hinter dem viralen Video

Gefilmt hat den Vorfall ein Motorradfahrer mit seiner GoPro-Kamera, die er auf seinen Helm geschnallt hat. Zufällig, wie es scheint.

Doch in Wahrheit war die Aktion inszeniert. Ein Augenzeuge berichte dem britischen Telegraph, er habe gesehen, wie die Beteiligten die Szene mehrere Male probten.

Die Facebook-Seite, von der der Clip ursprünglich stammt, hat diesen mittlerweile heruntergenommen. Man habe keine Ahnung gehabt, dass der Vorfall inszeniert gewesen sei, beteuern die Betreiber.

Doch ein Gutes hat der Clip: Er macht darauf aufmerksam, dass sich Frauen gegen ungewollte Anmachen und Macho-Sprüche wehren sollen. Ob sie sich dabei unbedingt der Sachbeschädigung schuldig machen müssen, steht auf einem anderen Blatt. Wie die Richter in diesem Fall urteilen würden, werden wir leider nicht erfahren, denn die verhandeln nur echte Fälle.

hn

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