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Ein Finger zeigt am 08.06.2011 in Berlin auf einen Hinweis auf der Internetseite www.Kino.to. Anfang Juni sperrten Fahnder die Film-Plattform kino.to.

Video2k.tv - Der Nachfolger von Kino.to ist online

Seit Anfang Juni ist die Movie-Plattform kino.to offline. Nun richten einige nicht inhaftierte Betreiber von kino.to einen Nachfolger ihres Streamingportals ein. Ein weiteres Portal wurde unterdessen auch schon geschlossen.

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Riesen-Razzia gegen illegales Filme-Portal kino.to

Die Domain der neuen Filme-Plattform ist video2k.tv. Laut gulli.com sei das Ziel der Betreiber, das Nachfolger-Portal möglichst übersichtlich zu gestalten, um den Usern dadurch eine schnellere Bedienung zu ermöglichen. 

Die Beseitigung von kino.to solle nicht das Ende ihrer Ära darstellen und so seien die Betreiber davon überzeugt, dass ihr neues Portal nicht mehr gesperrt werden könnte.

Neu ist gemäß gulli.com, dass nun neben Mitschnitten aktueller Kinofilme auch einige Fernsehserien zu sehen sind.

Allerdings stößt der Nachfolger nicht überall auf Begeisterung. Er hat nicht nur die Staatsanwaltschaft als Gegner, sondern ist vor allem auch der Filmindustrie und der GVU ein Dorn im Auge. 

Seit 8. Juni ist das illegale Filmeportal kino.to offline. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen die Betreiber wegen Verdachts auf Urheberrechtsverletzung.

Unterdessen wurde eine weitere Internetseite geschlossen: drei.to ist jetzt auch offline. Der Betreiber habe laut eigener Stellungnahme das Portal aus Angst vor strafrechtlicher Verfolgung vom Netz genommen und werde sich aus der Szene zurückziehen, teilte die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) am Mittwoch in Berlin mit.

Drei.to ermöglichte den Angaben zufolge illegalen Zugriff auf rund 57.000 Unterhaltungssoftware-Titel für PC und Konsolen. Dazu zählten allein 337 Titel für die Playstation 3 und 2.000 Dateien mit Spielen für die Nintendo DS. Zudem verlinkte die Seite auch zu Musik- und Film-Raubkopien sowie zu pornografischen Inhalten.

Erster Strafantrag schon 2008 gestellt

Drei.to wurde laut GVU 2004 unter dem Namen 3dl.am gegründet und war erst in der Schweiz gehostet. Die schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie (SAFE) stellte 2008 erstmals Strafantrag gegen den Verantwortlichen des Portals. Da dieser nicht ermittelt werden konnte, wurde das Verfahren im Mai 2010 eingestellt. Nach neuen Erkenntnissen stellte die SAFE einen Monat später erneut Strafanzeige.

Weitere Ermittlungen führten zu einem früheren Betreiber, gegen den Mitte April ein Strafbefehl über 90 Tagessätze wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen und Verletzungen des Markenrechts erging. Dieser Mann betrieb das Raubkopien-Portal nach eigenen Angaben von Dezember 2007 bis Juli 2009.

Aktueller Eigner übernahm drei.to vor zwei Monaten

Gegenüber den Behörden sagte er aus, dass er in dieser Zeit zwischenzeitlich mehr als 40.000 Schweizer Franken (rund 33.000 Euro) pro Monat mit der Seite erwirtschaftet habe. Als diese nicht mehr rentabel gewesen sei, habe er sie im Juli 2009 für 85.000 Euro weiterverkauft. Im Oktober 2010 wurde das Portal von 3dl.am zu drei.to umbenannt. Der aktuelle Eigner übernahm das Portal nach eigenen Angaben jedoch erst vor zwei Monaten.

Nach der Kino.to-Razzia Anfang Juni hatte die Justiz bereits Millionen-Konten beschlagnahmt. Kino.to galt als das größte deutschsprachige Portal, über das Raubkopien von Spielfilmen und Serien illegal verbreitet wurden. Die Seite hatte etwa vier Millionen Nutzer täglich.

mm/dapd

 

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