Im Visier: die "Könige der Lüfte"

- Der Mäusebussard etwa hat acht Mal mehr Sinneszellen pro Millimeter in der Netzhaut als der Mensch. Er und seinesgleichen wurden noch vor wenigen Jahrzehnten von den Forschern in eine einzige zoologische Ordnung gesteckt. Heute sind die 290 Greifvogel-Arten in drei Ordnungen verteilt.

Das Leben mit ständiger Jagd nach Beute erfordert spezielle anatomische Anpassungen, wie beispielsweise beim Fischadler, der zwecks des Festhaltens seiner schlüpfrigen Beute eine Wendezehe am kräftig bekrallten Greiffuß aufweist. Die Geier hingegen zeigen recht unspektakuläre Krallen - die Beute rennt schließlich nicht weg.<BR><BR>Raubvögel, wie der Seeadler, die sehr große Beute schlagen, benötigen dazu Schnäbel gewaltigen Ausmaßes. Falken wiederum haben einen so genannten Falkenzahn, mit dem sie die Beute im Flug reißen.<BR><BR>Der Bartgeier, der lange Zeit auch ausgerottet war, brütet in tälerreichen Hochgebirgen. Unter den Aasfressern zeichnet er sich durch den Verzehr von Frischfleisch erst kürzlich verstorbener Jungtiere aus, auch gehören Knochen zu seinem Speiseplan: Der Magensaft des Bartgeiers löst die Knochen auf.<BR>Wie unterschiedlich die einzelnen Leistungen der Greifvögel auch sein mögen, eins haben sie gemein, ihr unglaubliches Sehvermögen: Kaum einer dieser Vögel hätte wohl Probleme, uns Menschen von hoch oben auseinander zu halten. Dafür ist die Vogelbestimmung für uns um so schwerer. Kaum einer, der nicht Ornithologe oder Jäger ist, kann den Rotmilan vom Schwarzmilan unterscheiden, geschweige denn weiß, wie solch ein Vogel im Flug aussieht. Wen aber genau das interessiert und noch mehr über die faszinierenden Jäger wissen will, der schlägt im blv-Führer "Greifvögel" nach.<P>Greifvögel <BR>Von B. Gensbol, W. Thiede, blv-Verlag München 2004, 42 Euro<BR></P>

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