Vodafone nimmt LTE-Mobilfunk in Betrieb

Rammenau - Breitband-Internet ist ab sofort auch in bisher DSL-freien ländlichen Regionen Deutschlands verfügbar. Vorerst aber nicht flächendeckend.

Gut sechs Monate nach der Versteigerung der Frequenzen hat Vodafone sein neues LTE-Mobilfunknetz für Kunden in Betrieb genommen und den Verkauf der notwendigen Technik gestartet. Bisher aber nur in einigen der bisher DSL-freien Regionen. Zehn Sende- und Empfangsstationen sollten mit dem offiziellen Startschuss ans Netz gehen und damit zunächst rund 40 DSL-freie Orte, sogenannte "weiße Flecken", vor allem im Norden und Nordosten Deutschlands erreichen, sagte Vodafones LTE-Chef Zoltan Bickel.

Seit Mittwoch sind laut Vodafone auch die passenden Internet-Sticks zum einstöpseln in den Computer verfügbar. Bis Ende Dezember will das Unternehmen mehrere hundert Antennen umrüsten, spätestens Ende März sollen es etwa 1500 sein. Am Ende des kommenden Jahres werde dann ganz Deutschland den wesentlich schnelleren Nachfolger des Mobilfunkstandards UMTS nutzen können, hieß es.

Bis zu 50 Megabit pro Sekunde

Vodafone ist nach eigenen Angaben der erste Anbieter, der das Netz für Kunden freischaltet. Der symbolische Knopfdruck fand am Mittwoch im sächsischen Rammenau statt. Andere Anbieter bauen derzeit ebenfalls ein LTE-Netz für Breitband-Internet auf. ´

Über die vierte Mobilfunk-Generation LTE sind theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen von Daten aus dem Netz möglich. Rund 40 Euro müssen Vodafone-Kunden für den günstigsten Tarif zahlen, 70 Euro kostet das Premium-Paket. LTE nutzt im Vergleich zu UMTS niedrigere Frequenzbereiche und kann daher größere Flächen abdecken. Zudem sind die Übertragungsraten höher. Damit kommen künftig auch solche Orte in den Genuss von Breitband-Internet, in denen sich ein DSL-Netz nicht lohnt.

dpa

Rubriklistenbild: © AP

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