+
In veröffentlichten Aufzeichnungen des US-Geheimdienstes CIA lässt sich auch einiges zu vormals geheimen Spionagetunneln der Alliierten im geteilten Berlin lesen.

Zwölf Millionen Papiere online

Ufos und Telepathie-Projekte: Geheime CIA-Akten im Netz

  • schließen

Berlin - Wer wollte nicht schon immer die geheimen Dokumente des US-Auslandsgeheimdienstes CIA erforschen und durchstöbern. Dies ist nun mithilfe einer Webseite möglich.

Weil es in den USA Gesetze zur Veröffentlichung alter, ehemals geheimer Daten gibt, hat selbst die CIA inzwischen mehr als 12 Millionen Seiten Geheimdienst-Aufzeichnungen online gestellt. Vieles aus den vergangenen 50 Jahren mag Hobbyspione oder Verschwörungstheoretiker nicht unbedingt in Hochstimmung versetzen. Hauptsächlich handelt es sich um gesammelte Forschungs- oder Zeitungsartikel, Wirtschaftsdaten oder gesammelte Beobachtungen. 

Doch es geht in einigen der Dokumente auch um Sichtungen von unbekannten Flugobjekten, geheime Tunnel in Berlin sowie die geplante Ermordung Fidel Castros. Sogar ein Rezept für Geheimtinte findet sich in den Akten.

"Projekt Stargate"

Erstmals lässt sich nun auch über das sagenumwobene "Projekt Stargate" nachlesen, bei dem in den 1970er-Jahren Experimente mit Personen durchgeführt wurden, die behaupteten, telepathische Fähigkeiten zu besitzen. Die "Medien" sollten in Versuchen mithilfe des sogenannten "remote viewing" Informationen über entfernte Orte oder vermisste Personen erlangen. 

Nach knapp 25 Jahren und einer Förderung von insgesamt 20 Millionen Dollar wurde das Projekt aufgrund mangelnder Ergebnisse eingestellt. Immerhin inspirierte es die Fantasie diverser Autoren und Filmemacher. So basiert der Hollywood-Streifen "Männer, die auf Ziegen starren" (2009) mit George Clooney und Ewan McGregor in den Hauptrollen auf dieser kuriosen Versuchsreihe.

Die Dokumente sind im elektronischen Leseraum als PDF-Dateien gespeichert und können heruntergeladen werden. Wer der englischen Sprache ausreichend mächtig ist, kann nach Herzenslust in den Dokumenten stöbern. Und wer weiß: Vielleicht findet sich ja neben reichlich Spionage-Nostalgie auch noch das eine oder andere Geheimnis, das nicht vor Veröffentlichung aus den Akten gestrichen wurde. Man kann ja nie wissen.

dpa/hn

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gamescom: Ein Blick auf Videospieler in Deutschland
In Köln trifft sich dieser Tage die Gamer-Szene. Sagt man. Doch ganz so leicht ist die Sache nicht. Die eine Szene gibt es längst nicht mehr, Videospiele sind aus der …
Gamescom: Ein Blick auf Videospieler in Deutschland
"Genesis Alpha One": Mit Klon-Labor auf Erkundungsfahrt
Auf der Suche nach einem neuen Planeten für die Menschheit erleben Spieler in "Genesis Alpha One" abwechslungsreiche Abenteuer. Das an sich bekannte Szenario wird als …
"Genesis Alpha One": Mit Klon-Labor auf Erkundungsfahrt
GAMESCOM: durchbuchstabiert, was sich in Köln abspielt
Zocken, Gucken, Kostümieren - zur Gamescom in Köln werden wieder Hunderttausende Spielefans erwartet. Ein Schwerpunkt ist in diesem Jahr der E-Sport, die Kanzlerin …
GAMESCOM: durchbuchstabiert, was sich in Köln abspielt
"Sparc" ist schweißtreibender Sport in virtueller Realität
Ein Highlight der Gamescom kommt vom isländischen Entwickler CCP Games und bringt virtuelle Realität und Sport zusammen. Bei "Sparc", einer absurden Mischung aus Tennis, …
"Sparc" ist schweißtreibender Sport in virtueller Realität

Kommentare