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Der Internet-Unternehmer Kim Dotcom bleibt vorerst auf freiem Fuß. Foto: Max Gilbert/Archiv

Vorerst kein Gefängnis für Kim Dotcom

Auckland – Gute Nachrichten für Kim Dotcom: Der in den USA angeklagte deutsche Internet-Unternehmer muss vorerst nicht ins Gefängnis.

Ein Richter in Neuseeland lehnte den Antrag der Ankläger ab, ihn bis zum Auslieferungsverfahren im Juni nächsten Jahres in Untersuchungshaft zu nehmen. Er sehe keine Anzeichen dafür, dass Dotcom fliehen könnte, sagte der Richter nach Angaben der Zeitschrift "National Business Review". "Mega und ich sind frei", twitterte Dotcom wenig später. Mega ist die neue Tauschplattform, die Dotcom gründete, nachdem die Amerikaner seine Plattform Megaupload abgeschaltet hatten.

Sie werfen ihm vor, dass Nutzer darauf im großen Stil Material herunterluden und teilten, ohne für Urheberrechte zu zahlen. Sie wollen ihm den Prozess machen.

Die USA fechten seine Entlassung auf Kaution an. Dotcom hat die Sorge geäußert, sich mangels Geld nicht weiter verteidigen zu können und ins Gefängnis zurück zu müssen.

In den USA drohen Dotcom bei einer Verurteilung bis zu 20 Jahre Haft. Er wird beschuldigt, unrechtmäßig 175 Millionen Dollar (rund 140 Millionen Euro) eingenommen zu haben. Sowohl die US-Musikindustrie als auch die großen Hollywood-Studios haben Schadenersatzklagen eingereicht. Der gebürtige Kieler lebt seit 2010 in Neuseeland.

dpa

Dotcom auf Twitter

Dotcom zu Vorwürfen im Video-Interview

Bericht National Business Review

Stuff.co.nz-Webseite mit Video vom Gericht

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