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Achtung: Sperrmuster sind nicht so sicher wie Zahlencodes. 

Studie kommt zu alarmierendem Ergebnis 

Vorsicht! Deshalb sind Android-Sperrcodes nicht sicher

München - Einmal einen Sperrcode einstellen, und schon ist sie da, die uneingeschränkte Sicherheit? Nicht ganz. Eine Studie präsentiert nun alarmierende Ergebnisse. Dabei ist die Lösung ganz einfach. 

Egal ob intime Fotos, Nachrichten auf WhatsApp oder persönliche Sprachnotizen auf der Mailbox - unser Handy ist Rückzugs- und Speicherort von unzähligen privaten und sensiblen Erlebnissen und Momenten. Damit nicht jedermann Zugang zu diesen privaten Daten bekommt, kann sich jeder Nutzer auf seinem Handy einen Sperrcode einstellen - und sich so vor Fremdnutzung oder Missbrauch schützen. Doch ist es wirklich so einfach? Einmal einen Code festlegen, und für immer uneingeschränkte Sicherheit genießen? Anscheinend nicht.

44 Prozent der User starten zur Entsperrung ihres Codes links oben 

Denn wie eine norwegische Studie nun unter 4000 Handynutzern herausgefunden hat, weisen Sperrcodes auf Smartphones mit Android-Betriebssystem gravierende Mängel auf. Anstatt eines Zahlencodes (wie zum Beispiel auf iPhones) muss der Nutzer hier ein vorher selbst festgelegtes Muster auf den Bildschirm wischen. Praktisch, ja. Aber eben auch nicht so sicher. Die alarmierenden Fakten: Im Endeffekt unterschieden sich Muster-Codes nicht viel von den allseits bekannten und oft benutzten Spaß-Passwörtern wie "1234" oder "Password". Warum? Dafür sind die Gewohnheiten von den Menschen zu ähnlich. Denn wie Puls unter Berufung auf die Studie berichtet, nutzen 44 Prozent der User ein Muster, das in der linken oberen Ecke beginnt. Danach verlaufen die meisten Muster nach rechts unten, wie man es vom Lesefluss gewohnt ist. Ein weiteres Problem ist, dass Nutzer nur durchschnittlich fünf von neun möglichen Knotenpunkten nützen. Der Sicherheitsfehler liegt also nicht am System, sondern an der Art des Sperrcodes, der die Menschen zu Faulheit verleitet und ihre Kreativität unterbindet. 

Die Lösung lautet Kreativität 

Dabei ist die Lösung ganz einfach: Sie lautet Kreativität. Fangen Sie mal nicht links oben an, verwenden Sie alle verfügbaren Knotenpunkte und wählen vielleicht mal kein symmetrisches Gebilde oder Buchstaben. Dann dürfte keiner so leicht Ihr Password knacken. Und Sie müssen keine nervigen Facebook-Posts durch ganz besonders lustige Kollegen befürchten. Wobei das ja noch der harmloseste Fall ist. 

Lukas Praller 

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