Vorstoß zu den Atomen und Molekülen im All

- Der Doktorand Paul Hix und der Auszubildende Thilo Belling vom Departement für Geo- und Umweltwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), haben den mit 5000 Euro dotierten bayerischen Staatspreis für besondere Leistungen im Handwerk erhalten. Die Preisträger haben ein so genanntes Rastertunnelmikroskop, das im Weltall einsetzbar ist, zur Versuchsreife entwickelt.

<P>Lange vorbei sind die Zeiten, als Mikroskope nur mittels Lichtstrahlen den Mikrokosmos sichtbar machten. Heute setzen Forscher auf Geräte, die stärker vergrößern, andere Strahlenarten benutzen oder sogar auf anderen physikalischen Prinzipien beruhen, wie das Rastertunnelmikroskop. Es wurde bereits 1985 von Gerd Binnig und Heinrich Rohrer entwickelt. Die beiden erhielten dafür den Nobelpreis. Ihre Erfindung war das erste Gerät, mit dem kleinste Teilchen, wie Atome oder Moleküle sichtbar wurden.<BR><BR>Im dem Mikroskop tastet eine Nadelspitze, deren Ende selbst nur ein Atom dick ist, die Oberfläche der Probe wie die Nadel eines Schallplattenspielers ab. Zwischen Nadel und Objekt fließt ein Strom. Über die Stärke des Stroms erfahren die Wissenschaftler die Beschaffenheit der Oberfläche und die Verteilung der Atome und Moleküle. <BR><BR>Bis jetzt war das Mikroskop anfällig für mechanische Störungen. Nun haben Hix und Belling spezielle Schwingungsdämpfer entwickelt, mit denen diese abgefedert werden. Durch ihre Entwicklung können die Rasterelektronenmikroskope nun auch auf Raumfahrtmissionen im Weltall gehen. <BR>Die Wissenschaftler versprechen sich davon neue Erkenntnisse über Oberflächen von Weltall-Partikeln und damit über die Entstehung des Kosmos. </P><P> </P>

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