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Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung ist online.

“Wahl-O-Mat“ zur Bundestagswahl geht online

Berlin - Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung ist online. Wer nun wissen will, mit welcher Partei seine Ansichten am ehesten übereinstimmen, klickt sich am besten einmal durch.

Ab sofort können die 62,2 Millionen Wahlberechtigten im Internet mit dem sogenannten “Wahl-O-Mat“ testen, welche Parteien ihren eigenen politischen Überzeugungen am nächsten stehen. In der ersten Stunde benutzten bereits 36.667 User den Wahl-O-Mat. 

Hier geht‘s zum Wahl-O-Mat.

Das Programm habe sich als “Aktivierungsinstrument“ erwiesen, sagte der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Thomas Krüger, am Freitag in Berlin. Bis auf die “Christliche Mitte“ und “Ab jetzt“ sind alle Parteien im Wahl-O-Mat vertreten, die am 27. September zur Wahl stehen.

38 Thesen müssen beantwortet werden

Der “Wahl-O-Mat“ soll dem Wähler die Unterschiede in den Programmen der Parteien aufzeigen. 38 Thesen müssen mit “stimme zu“, “stimme nicht zu“ oder “neutral“ beantwortet werden. Es geht um Atomkraft, Volksentscheide, die Ausbildungsplatzgarantie oder Menschenrechte. Auch ökologische Landwirtschaft, die Wehrpflicht oder die Gentechnik werden abgefragt. Sind die Fragen beantwortet, kann der User die Parteien aussuchen, mit denen er seine Antworten vergleichen will.

Neu ist in diesem Jahr, dass die Thesen für eine individuelle Auswertung gewichtet werden können. Das Ergebnis listet die Parteien schließlich absteigend nach der Nähe zu den eigenen Positionen auf. Ausführliche Informationen zu den Parteiprogrammen können aufgerufen werden.

Das Vorbild stammt aus den Niederlanden

Der von einer Jugendredaktion und Politikwissenschaftlern konzipierte “Wahl-O-Mat“ war erstmals zur Bundestagswahl 2002 eingesetzt worden. Als Vorbild diente ein Programm aus den Niederlanden. Zur Bundestagswahl 2005 wurde der “Wahl-O-Mat“ mehr als fünf Millionen Mal gespielt, zur Europawahl 2009 wurden etwa 1,5 Millionen Nutzer gezählt. Nach Angaben der bpb sind vier von zehn Spieler jünger als 30 Jahre. Knapp acht Prozent geben an, erst durch das “Wahl-O-Mat“-Spiel zum Urnengang motiviert worden zu sein. http://www.wahl-o-mat.de/ Ende## AP/str/bv

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