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Ein intelligentes Haus mit Hirn unterm Dach: IBM zeichnet ein beängstigendes Bild von der Zukunft.

Wahrsager IBM sagt intelligente Städte voraus

In ihrer alljährlichen Trend-Vorhersage"5 in 5" zeichnet das Unternehmen IBM ein Bild von intelligenten Städten, die den Verkehr regeln, den Wasser- und Energieverbrauch senken - und Verbrechen vorhersagen.

Alle Jahre wieder packt das amerikanische Unternehmen IBM die Glaskugel aus und liest aus der Zukunft. "5 in 5" heißt diese Prognose, denn IBM will damit die fünf wichtigsten Trends in den nächsten fünf Jahren vorhersagen. In diesem Jahr dreht sich alles um die Stadt. Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit lebe die Mehrheit der Menschen laut IBM in Städten. Die Vorhersage von IBM: Die Städte werden bald eine eigene Intelligenz entwickeln.

Erster Aspekt: Die Stadt bekommt ein eigenes, effizientes Gesundheitssystem. Denn in Zukunft wird die Stadt laut IBM genau wissen, wann und wo eine Krankheit ausbrechen wird und wen es betreffen wird.

Zweitens: Die Gebäude in der Stadt werden wie lebende Organismen reagieren. Tausende Sensoren innerhalb eines Gebäudes werden alles überwachen - Bewegung, Temperatur, Feuchtigkeit und Licht - und so genau wissen, dass etwas kaputt geht, bevor es kaputt geht.

Der dritte Trend: Öffentliche Verkehrsmittel werden ökologisch korrekt mit Batterie fahren - und Tage oder Monate lang mit einer Batterieladung fahren können.

Viertens soll die Stadt zudem noch den Wasser- und Energieverbrauch senken. So soll die Stadt Wasserleitungen selbst reparieren und das Regenwasser wiederverwerten können. Und: Die Stadt wird jedem Bewohner genau aufzeichnen, wann er wieviel Wasser verbraucht - damit er seinen Konsum selber einschränken kann.

Der letzte Trend aber ist der spektakulärste in der Reihe "Big City is watching you" á la 1984: Die Stadt soll bald fähig sein, Verbrechen vorauszusehen. So soll die Polizei Daten aus Vorstrafenregistern mit GPS-Daten vergleichen und so das Verbrechen verhindern, bevor es überhaupt passiert - der Film Minority Report lässt grüßen.

Beruhigend ist in dieser Hinsicht allerdings die Tatsache, dass Prognosen für gewöhnlich nicht eintreffen. Auch IBM unterscheidet sich da kaum von gewöhnlichen Kaffeesatz-Lesern. Die Internetseite 20min.ch berichtet etwa, dass IBM unter anderem das 3D-Internet und gedankenlesende Handys vorhersah - auf beide Erfindungen warten wir bisher vergebens.

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